Bogen - ABC

Im Bogensport gibt es, wie in anderen Sportarten auch, eine Reihe von Spezialausdrücken bzw. Fachbegriffe. Es fängt schon damit an, dass viele Begrifflichkeiten aus dem englischsprachigen Raum übernommen wurden, wie z.B. das Auszugsgewicht (in der Regel mit # gekennzeichnet) eines Bogens. Um Ihnen die Umrechnung zu erleichtern finden Sie hier einen Converter für die unterschiedlichsten Maßeinheiten, der Ihnen die umständliche Umrechnerei abnimmt und Ihnen so das Bogenleben erleichtert.


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wird ständig erweitert, sollte Ihnen ein Begriff fehlen,
bitte kurze Email , wir werden recherchieren
und den Begriff mit aufnehmen

A
Abgreifen  Beim Schießen mit Untergriff wird, je nach Entfernung vom Ziel, die Fingerposition auf der Sehne (Entfernung zum Nockpunkt) variiert, dadurch verändert sich Sehenwinkel und Auszuglänge minimal was die Höhenlage der Treffer beeinflußt. So erreicht der Schütze eine Anpassung zur Zielentfernung. Stringwalking ist auch nicht immer zulässig. Es darf beispielsweise beim DSB in der Blankbogenklasse, aber nicht beim DFBV in den Bowhunterklassen eingesetzt werden, dafür in den Barebowklassen. Das Stringwalking dürfte jedoch die erfolgreichste Methode des Blankbogenschiessens sein.
Ablass  entspricht dem Begriff Lösen. Moment und Art des Loslassens der Sehne beim Schuss. Der Ablass sollte stets "passiv" erfolgen, die Muskeln der Hand werden nur entspannt, wobei die Körper und Rückenspannung natürlich erhalten bleiben soll, so dass die Zugkraft der Sehne die Finger streckt. Ein "unsauberer" Ablass ist eine typische Ursache für uneinheitliche Trefferlagen.
Ablassbewegung Bedingt durch die Rückenspannung bewegt sich die Zughand nach dem Ablass (Lösen) nach hinten zum Rücken.
Ablassfehler Fehler beim Lösen der Sehne. Führt zu "unsauberem" Pfeilflug (Reiten, Schwänzeln) und/oder Trefferstreuung. Typische Ablassfehler sind aktives Loslassen, Zupfen, Kriechen, fliegender Anker,Verreißen oder nach hinten druchreißen.
Abschussbewegung negativ - Drehbewegung des Bogenmittelstücks gegen den Uhrzeigersinn (für einen rechtshändigen Schützen nach rechts). Positiv - Drehbewegung des Bogenmittelstücks im Uhrzeigersinn (für einen rechtshändigen Schützen nach links). Wird außer beim Kyudo, wo so , bedingt durch die Stilart, geschossen werden muss nur von wenigen Schützen bewußt eingesetzt. Egentlich ist es ein Schießfehler, da bei geöffneter, bzw. nur leicht geschlossener Bogenhand die Bogenbewegung nach dem Abschuss gerade nach vorne, in Richtung Ziel erfolgen
sollte.
Alle ins Gold Gruß der Bogenschützen, die Bogenschiessen auf Scheiben betreiben (die Mitte der Zielauflagen hat die Farbe Gelb = Gold). Man wünscht damit, dass alle Pfeile ins Gold gehen mögen.
Alle ins Kill Gruß der Bogenschützen, die jagdliches Bogenschiessen betreiben (das Kill, bzw. die Killzone bezeichnet den Bereich, in dem ein Tier waidgerecht tödlich getroffen wäre. Bei 3D-Zielscheiben und Tierbildauflagen in der Regel gekennzeichnet).
AMO Archery Manufacturers and Merchants Organization (Verband der Bogenhersteller und Händler)
Anker
oder Ankerpunkt für Olympic
Recurve
Der Oberkante (drittes Fingerglied) des Zeigefingers der Zughand wird, beim Ausziehen des Bogens, unter den Unterkieferknochen gezogen und kommt da, dicht am Hals, zu liegen und bleibt in ständigem Kontakt mit der Kinnunterseite und dem Hals . Dadurch kann die Zughand nicht nach oben rutschen und hat immer den gleichen Sitz. Sie bleibt bis zum Lösen in ständigem Kontakt mit der Unterkieferknochenkante. So wird der Ankerpunkt für den Schützen immer wieder reproduzierbar.
Anker oder Ankerpunkt für
traditionellen Schützen
Bei dem Ankern wird der Mittelfinger der Zughand an einen bestimmten Punkt im Gesicht geführt meist der Mundwinkel. Das heißt, der Mittelfinger wird beim Auszug an den Mundwinkel herangeführt. Dieser Punkt ist bei jedem Schützen unterschiedlich und Variiert auch bedingt durch den Schießstil. Dieser Punkt stellt für den trad. Schützen Ankerpunkt und Kontrolle der Auszuglänge gleichzeitg dar.
Abstimmung auch Bogenssetup genannt, meint die richtige Wahl und Anordnung der Ausrüstung zur optimalen Nutzung des persönlichen Potentials.
Archers Paradox "Das scheinbar Widersprüchliche, das doch einen Sinn ergibt" so wir ein Paradoxon definiert und dies findet man auch im Bogensport wieder - eben beim Archers Paradox . Am deutlichsten ist es zu sehen bei einem Bogen ohne Centercut z.B. bei einem trad. Langbogen. Der Pfeil wird nicht genau gerade in der Mittellinie beschleunigt, da die seitliche Pfeilanlage versetzt dazu liegt. Dies führt dazu, dass der Pfeil beim Auszug nicht auf den Ziel- punkt gerichtet ist, und dass er sich im Abschuss seitlich krümmt. Der Pfeil richtet sich auf den ersten Metern der Flugbahn aus, dies hat zu Beginn seiner Flugbahn eine schlangenartigen Bewegung des Pfeilschaftes zur Folge. Der Pfeil wird durch die Beschleunigung aus sein Trägheit gerissen und daurch schon etwas ge- staucht, da er ja in seiner Position verharren möchte, gleichzeitg muss er sich quasi um den Bogen herumwinden. Damit der Bogen dennoch gefühlsmäßig gerade schießt, ist eine präzise Abstimmung des Pfeils bezüglich seines Spinewerts erforderlich.
Archer(y) Bogenschütze/-in (Bogenschießen)
Armschutz Ein aus Leder oder Kunststoff bestehen Teil zum Schutz des Unterarms gegen den schmerzhaften Aufprall der Sehne. Ein meist aus Leder oder Kunststoff gefertigtes Teil, das die Inneseite des Bogenarm vor der Sehne schützt. Meist wird nur der Unterarm geschützt. Archäologisch Fund belegen auch, dass es Armschützer aus Knochen, Horn, Holz oder Stein geferigt und benutzt wurden.
Arrow engl. Pfeil
Arrowrest engl. Pfeilauflage, gemeint sind meist die anklebbaren Kunststoffteile mit einem kleinen, beweg- lichen Ärmchen, auf dem der Pfeil aufliegt. Bei Recurve-/oder Compound-Bögen gibt es Pfeil- auflagen in allen Formen und Materialien zu kaufen. Hier sollte man sich entsprechend beraten lassen.Traditionelle Pfeilauflagen können aus dem vollen Holz gearbeitet, also schlicht als Kante stehen gelassen sein, oder aus Holz, Knochen, Horn oder Bodenleder u.Ä. angefügt werden. Ist eine Griffummantelung aus z.B. Leder vorgesehen, sollte die angefügte Pfeilauflage unter das Leder reichen.
Arrow Tracer engl. Pfeilmarkierer. Weicher Feder- oder Kunstfaserkranz am Pfeil, der zwischen Befiederung und Nocke angebracht wird, um die Sichtbarkeit der Pfeile zu verbessern, so dass man auch auf größere Distanzen z.B. die Trefferlage auf der Scheibe erkennen kann.
Arrowhead engl. für Pfeilspitze
ATA engl. Axle to Axle, meint den Abstand zwischen den beiden Cam- bzw. Rollenachsen beim Compoundbogen und definiert bei diesem Bogen die Bogenlänge.
Auflegen Der Pfeil wird mit der Nocke auf der Sehne aufgenockt und auf die Pfeilauflage oder den Handrücken aufgelegt.
Aufspannen der Sehne Der Bogen wird soweit durchgebogen (Bracing) damit die Sehne in den Sehen kerben fixiert werden kann und der Bogen somit auf Standhöhe kommt. Wird der Bogen beim Aufspannen asymmetrisch oder punktuell überlastet, oder verdreht, kann dies irreparable Schäden verur- sachen. Rutscht er weg, besteht zudem Verletzungsgefahr! Es gibt unterschiedliche Methoden des Aufspannens. Die sicherste und schonendste Methode für den Bogen ist die, mit einer Spannschnur, sie beugt einem Verdrehen der Wurfarme vor. Es besteht jedoch auch die Durchsteigevariante mit und ohne Schlaufe an einem Bein, durch die der unter Wurfarm fixiert wird, oder auch die Zug-Druck Methode.
Ausrichtung Linie im Verhältnis von Auge Sehnenvisier und Zielmitte bei voll ausgezogenem Bogen. (FITA)
Auszug Die Sehne mit drei Fingern (Zeigefinger über und der Mittelfinger sowie der Ringfinger unter dem Nockpunkt) oder die drei Finger unter dem Nockpunkt bis zum Ankerpunkt bzw. bis zum Endzug gezogen. Die Auszugslänge variiert von Schütze zu Schütze bedingt durch die Körpermaße und den Übungsgrad des Praktizierenden. Die Pfeillänge muss auf den jeweiligen Bogenschützen abgestimmt werden. Wird der Auszug zu gering gewählt, macht sich dies in der Flughöhe sowie in der ganzen Flugeigenschaften des Pfeils bemerkbar.
Auszugskontrolle Der Indikator für die Auszugslänge des Pfeiles. Bei Olympic Revurvebogen auch Synonym für "Klicker" bei Compoundbogen die sogenannte "Wand". Damit wird erreichet, dass der Pfeil immer gleich weit ausgezogen und somit mit der gleichen Energie die Sehne verlässt. 
Auszugslänge Dies ist das Maß der Pfeillänge von Nockenboden bis zum Vorderteil des Bogenfensters wenn der Schütze den Bogen bis zu seinem Ankerpunkt auszieht. Durch die Auszugslänge und durch die Kraft des Bogens (lbs) wird der korrekte Pfeil (Spinewert) ermittelt. Der Spinewert ist wichtig, damit der Pfeil eine korrekte Flugbahn bzw. einen korrekten Pfeilflug erreichen kann. Ein Pfeil sollte, aus Sicherheitsgründen, mindestens eine Spitzenlänge länger sein, als die Auszuglänge, jedoch nicht wenn mit Klicker geschossen wird. Dr Klicker undie die Pfeillänge muß so angepaßt werden, das der Schütze "durch den Klicker" kommt.
Auszugsverkürzug siehe Overdraw


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B
B 50  Sehnengarn der Firma Brownell, Klassiker und bewährt für Holzbogen. Der einzelne Strang hat eine Stärke von 0,02 inch und eine Bruchfestigkeit von angeblich 49#, was ihm den Namen gegeben hat. (User-Messungen kamen allerdings nur auf 35#). Die erforderliche Strangzahl liegt, je nach Zuggewicht, zwischen 10 (25#) und 20 (ab 100#) Strängen, da beim Lösen durch die Beschleunigung ein Vielfaches des Zuggewichts auf der Sehne lastet.
BACK   Bogenrücken, die vom Schützen beim Schuss abgewandte Seite.
Back Set  Der Bogen hat im entspannten oder auch im gespannten Zustand eine Krümmung zur Bogen- außenseite (Richtung Ziel) hin.  Es besteht also ein Reflex, das Mittelteil ist also gegen die Schussrichtung geneigt. So kommt die oben beschriebene Krümmung Richtung Ziel zustande. Durch die Krümmung verändert sich nachtürlich die Kraft-/Hebelwirkung an den Wurfarmen und es kommt zu einer Leistungssteigerung, gleichzeitwird natürlich das Material höher belastet.
Hier ein Beispiel dafür.
Backing   Beim traditionellen Bogen eine Verstärkung auf dem Bogenrücken. Beugt Stringfollow und Bogenbruch vor und verstärkt (bei einigen Materialien) die Leistung des Bogens. Reine Schutz- funktion haben Gewebe (Leinen (Flachs), Hanf, Seide, oder Kunstfasern), zudem leistungs- steigernd wirken Tiersehnen, Carbon- und Glasfaser, Rohhaut liegt dazwischen. Klassisch ist Holzbacking, bevorzugt aus Hickory oder Bambus, bei allen anderen Hölzern muss auf durch- laufende Ringe geachtet werden. Eine Sonderform ist das "Kabelbacking", das nicht flächig, sondern als Strang (aus Natur- oder Kunstfasern) aufgebracht wird und auch leistungssteigernd wirkt. (Eine vergleichbare Auflage auf dem Bogenbauch heißt "Facing"). Wichtig ist, dass Bauch und Rücken im "Gleichgewicht" bleiben, also vergleichbar leistungsfähig sind, sonst wird die "Gegenseite" überlastet.
Balance Clip auch als Schwerpunktclip bezeichnet siehe FOC
Barebow   engl. für Blankbogen Bogen ohne Zielhilfen wie Visier, Scope und andere Hilfmittel (Stabilisatoren, Klicker etc.). Sie auch bei Bogenklassen
Barred meint bei Naturfedern - gestreift.
Barreled engl. für fassförmig. Pfeilschaft, der sich an beiden Enden verjüngt, daurch wird der Schaft etwas leicht und auch steifer und weist gute Flugeigenschaften auf. Durch die Gewichts- reduzierung an den Enden richten diese Schäfte nach dem Abschuss sich schneller aus und der Pfeilflug wird präzieser. Zudem reduziert es die Windanfälligkeit. Im Fita-Bereich werden häufig gebarrelte Schäfte geschossen sind sind eigentlich die teursten Pfeilschäfte auf dem Markt und es bedarf einiger Tuningarbeit bis der Pfeil passend zum Schützen und dem Bogenmaterial abgestimmt ist. Ein klassischer Vertreter eines gebarrelten Targetpfeils ist der Easton X10
Baumstand engl. treestand entweder Körperposition eines Bogenschützen im Baum beim Jagdschießen oder tragbare oder fest installierte Konstruktion in einem Baum, auf der der Jäger steht.
Befiederung Ist die Pfeilbefiederung am Ende des Pfeilschaftes. Die Federn werde aus Plastik oder auch als Naturfedern (Truthahn- oder Gänsefedern) hergestellt. Sie werden in einer 120°-Anordnung (in der Regel werden die Schäfte mit 3 Federn befiedert), mittels eines Befiederungsgerätes und entsprechendem Kleber oder Klebestreifen, beides ist im Fachhandel erhältlich, am Pfeilschaft angebracht angebracht. Unabhängig aus welchem Material die Befiederung besteht, dient sie immer dazu, den Pfeilflug zu stabilisieren.
Die Befiederung kann unterschiedlich auf dem Schaft angebracht. Straight meint, die Feder sind gerade auf den Schaft geklebt. Helical die Federn werden gewunden angebracht. Die Dritte Variante ist, die Federn off set (leicht schräg) anzubringen.
Bei Befiederung mit Naturfedern ist es wichtig darauf zu achten, dass immer mit gleich gewun- den Federn befiedert wird (am Federkiel ersichtlich). Linksgewundene Federn sind vom linken Flügel des Vogels, rechtsgewundene vom rechten.
Befiederungsgerät Technisches Hilfsmittel, das es erleichtert, alle Federn in einem gleichmäßigen Winkel und mit einem gleichmäßigen Abstand zur Nock auf den Pfeil aufzukleben. Je nach Ausführung ist auch eine 6-fach Befiederung möglich.
Belly engl. Bauch in diesem Kontext ist der Bogenbauch gemeinnt. Die dem Schützen beim Schuss zugewandte gestauchte Innenseite (zeigt zum Bogenschützen hin) des Bogens. Bei den meisten Bögen steht auf der Innenseite des unteren Wurfarmes die Bezeichnung, das Zuggewicht sowie die Bogenlänge. Diese Kennzeichnung darf nur auf dem unteren Wurfarm erfolgen, damit diese nicht als Orintierungshilfe zum Zielen verwandt werden kann. Daran läßt sich auch bei einem Take-Down Bogen erkennen, welcher der untere Wurfarm ist.
Berger-Test Sinn des Berger-Test? Es geht geht darum, den Bogen nach Grundeinstellung und Blankschaft- Test mit den Pfeilen in Einklang zu bringen. Hier wird Button-Druck und Button-Abstand einge- stellt. Wenn Ihr Alu und Carbon schießt, müsst ihr für jeden Pfeiltyp einen eigenen Test machen. In Folge des Tests werdet Ihr außerdem euren Bogen besser kennen, wie er auf Veränderungen am Set-Up reagiert. Grundvoraussetzung: konstanter Schießstiel und 8 identische Pfeile, Be- tonung liegt auf iden- tisch. Malerkrepp oder ähnliches. Alle Verändugerungen am Bogen währ- end des Test sind Tabu. Visier auf 15 m Markierung einstellen. Scheibe mit einer horizontalen und vertikalen Linie versehen.
Biegeform (Schicht-)Holzbrett oder Einspannvorrichtung zum Biegen von Bogenrohlingen. Dabei gibt es zwei grundsätzliche Systeme: 1. Eine gewölbte Form, über die der Stab von Hand oder mit Hilfe eines gelenkig angebrachten Flachstahls gepresst wird, oder 2. ein gerades Brett/Balken mit Auflagerklötzen, zwischen denen der Stab mit Hilfe einer Schraubzwinge oder eines Strickes heruntergezogen wird. Biegen meint im Bogenbau: Das Hinein oder Herausbiegen von Krümmungen. Holz kann in er- hitzten Zustand verformt werden und erhält, zumindest einen Teil dieser Verformung nach dem Erkalten, dauerhaft. Dies ermöglicht es (in gewissen Grenzen und abhängig von der Holzart), krumm gewachsene Stäbe zu richten oder auch gewollte, leistungssteigernde Verformungen am Bogenrohling (Reflex, Recurves) vorzunehmen. Das Erhitzen kann dabei in Wasser, über Wasserdampf oder mit trockener Hitze erfolgen. Manche Hölzer behalten allerdings die Biegung doch nicht dauerhaft, wenn sie auf Biegung belastet werden. Ahorn und Esche verlieren z.B. Recurves weitgehend wieder. In Extremfällen, besonders bei Esche, kann das Holz auch eine "gummiartige" Konsistenz entwickeln und unbrauchbar werden! Besonders gut und dauerhaft lassen sich z.B. Robinie und Kirsche biegen.
Birkenpech Steinzeitlicher Kleber für Federn und Pfeilspitzen. Entsteht beim Verdampfen von Birkenholz als tiefschwarzes Kondensat. Heiß ist es zähflüssig und sehr klebrig, kalt hart und spröde. Diente auch zum Schäften von Werkzeugen, Abdichten von Gefäßen.
Blankbogen Bogen ohne Zubehör siehe Bearbow. 
Blankschaft Der Blankschaft oder auch Unbefiederte gibt euch Informationen darüber, ob die Nockpunkt- überhöhung stimmt und ob der Spine-Wert des Pfeils zur Stärke eures Bogens passt.
Der Blankschaft hat, wie der Name schon sagt, keinerlei Befiederung, also auch keine Elemente, die den Pfeilflug stabilisieren können. Wichtig vor der Durchführung ist, dass der Blankschaft den gleichen FOC wie die befiederten Pfeile aufweist, denn der FOC hängt mit der Steifigkeit des Pfeils unmittelbar zusammen. Um das fehlende Gewicht der Federn auszugleichen, soll an der gleichen Stelle, an der die Federn wären, Tesa oder Isolierband um den Pfeilschaft gewickelt werden, bis sich der gleiche FOC wie bei den anderen Pfeilen ergibt. Wichtig ist, dass vorher der Bogen seine Grundeinstellung erfahren hat. Gerade die "Ausnockkraft"(wie stark klemmt die Nock auf der Sehne) hat großen Einfluss auf den Blankschaft.
Blunt Stumpfe Pfeilspitze zur Jagd auf Vögel und Kleintiere (aus Metall oder Hartgummi, historisch auch aus Horn, Knochen oder Holz). Der Pfeil dringt nicht ein, sondern wirkt allein durch die Schock- welle beim Auftreffen. Die zerstörerische Wirkung von Bluntpfeilen darf nicht unterschätzt wer- den! Es lassen sich damit daumendicke Spanplatten durchschießen und Kleintiere bis Katzen- größe werden oft durch einen einzigen Treffer getötet! Deshalb ist ein Pfeil mit eine Bluntspitze sicherlich auch kein Spielgerät für Kinder!
Bodentiller Ist man beim Bau eines Selfbows die Form grob herausgearbeitet muss der Bogen getillert werden. Die Dicke und der Taper der Wurfarme sollte so weit stimmen, dass sich die Wurfarme schon etwas biegen und diese Biegung sich auch einigermaßen über die Länge verteilt. Ist dies Bioegung eher auf einen Bereich des Bogens konzentriert, besteht die Gefahr von punktuellen Überlastungen. Außerdem sollten beide Wurfarme annähernd gleich biegsam sein. Um dies zu prüfen, stellt man den Bogen mit einem Ende etwa im 45°-Winkel auf den Boden und hältmit einer Hand das Ende des oberen Wurfarms gegen. Nun drückt die freie Hand den Griff leicht durch Der Bogen wird dan gedreht (oben geht nach unten)  und genau so testen. So kann man grob das Biegeverhalten und das Verhältnis der Wurfarme zueinander "vorprüfen". Erst wenn sie etwa gleich erscheinen und keine auffällig steifen oder schwachen Stellen mehr erkennbar sind, wird eine Tillersehne aufgelegt und das eigentliche Tillern beginnt.
Bodkin Pfeilspitze für historische Kriegspfeile, speziell für metallgepanzerte Ziele. Schlanker, spitz zulaufender Drei- oder Vierkant. Die Bodkin-Spitze wurde im mittelalterlichen England entwickelt. Sie wurde normalerweise mit einer Tülle zum Aufsetzen geschmiedet. Es gab aber auch eine Variante mit Einsetzdorn. Sonderform Needlebodkin: Sehr langer und schlanker Bodkin, speziell zum Durchdringen von Kettenhemden.
Bodman-Bogen Bogentyp aus der Jungsteinzeit, ca. 4000 - 3000 v. Chr., Eibenbogen mit grundetem Rücken und flachem Bauch, "propellerförmiges" Längsprofil (größte Breite in Wurfarmmitte), Länge ca. 1,5 m.
Bogen/ Bow engl. Bow. Der Bogen ist eine Abschußvorrichtung für Pfeile. Seit der jüngeren Altsteinzeit (30.000–10.000 v. Chr.) nutzen Menschen Pfeil und Bogen für die Jagd und auch für kriegerische Auseinander- setzungen. Als älteste Bogendarstellung gilt eine Kalksteinplatte aus der Grotte des Fadets, Departement Vienne, Frankreich aus dem späten Magdalénien. Heute dient der Bogen primär als Sportgerät und gilt nach dem deutschen Waffengesetz nicht als Waffe. Im Regelfall wird meistens über Bogenschiessen gesprochen, was aber eigentlich nicht korrekt ist, da der Pfeil mittels den Wurfarmen, durch die gespeicherte Energie (in den Wurfarmen), geworfen wird.
Die Bogenjagd auf Schalenwild und das Bogenfischen sind in der Bundesrepublik Deutschland verboten.
Bogen spannen siehe Aufspannen der Sehne
Bogenarm/-hand Ist der Arm/Hand, welcher den Bogen festhaltet.
Bogenaußenseite engl. Back. Ist die Seite des Bogens, die beim Aufspannen entsprechend gestreckt wird. Diese Seite wird auch als Bogenrücken bezeichnet.
Bogenbauch siehe Belly
Bogenbauer Ist ein Handwerker, welcher Bögen aus den unterschiedlichsten Materialien (Eibe, Kirsche, Nussbaum ect.) herstellt. Im englischen bezeichnet man den Bogenbauer als "Bowyer".
Bogenbauerknoten engl. bowyers knot entsprocht dem uns beklannten Zimmermannstek. Fest zuziehender und dennoch (wenn nicht unter Spannung) leicht lösbarer Knoten, mit dem die Sehne am Bogen befestigt wird. Ermöglicht eine Längenverstellung zur Korrektur der Standhöhe oder zur Verwendung der Sehne auf unterschiedlich langen Bogen. Howto 
Bogenbiathlon ist dem traditionellen Biathlon im Grunde sehr ähnlich. Das Kleinkalibergewehr wird durch einen Bogen ersetzt, die Munition sind Pfeile statt Patronen und schon kann es losgehen. Bogenbiathlon verbindet also das kraftvolle dynamischen Langlaufen in der freien Technik mit dem ruhigen Konzentrationssport Bogenschießen.
Geschossen wird aus einer Distanz von 18 m auf Klappscheiben, die einen Durchmesser von 16 cm aufweisen und bei einem Treffer nach hinten wegklappen. Deshalb sind nur abgerundete Pfeilspitzen zu verwenden, die nicht in der Scheibe stecken bleiben. Das Zuggewicht, also das Gewicht, das der Schütze bei vollem Auszug mit drei Fingern halten muss, darf maximal 35 lbs. betragen (das sind ca. 15,75 kg. Lbs. steht für englisches Pfund und ein lbs. entspricht ca. 450 Gramm). Pro Schießeinlage hat der Athlet 4 Pfeile für 4 Scheiben zur Verfügung, lediglich bei der Staffel gibt es pro Schießeinlage einen Reservepfeil. Diese Vierer-Serien sind im Wechsel in 2 Anschlagsarten abzuleisten: stehend oder kniend (s, k. etc.) Ausnahme dazu bildet die Wett- kampfform des Massenstarts, bei der – analog zum Biathlon – zuerst zweimal stehend, dann zweimal kniend geschossen wird. Beim Kniend-Anschlag muss genau ein Knie den Boden be- rühren, das heißt, das andere Knie darf keinen Bodenkontakt haben. Für jeden Fehlschuss muss der Athlet eine Strafrunde laufen (Länge 150 m), außer beim selteneren Einzelrennen: hier gibt es für jeden Schießfehler eine Strafminute, die zur Gesamtlaufzeit hinzuaddiert wird.
Parallel zum Biathlon wird der Bogen (und die Pfeile) auf dem Rücken über die ganze Strecke mitgetragen. Die Runde für die Herren beträgt 2,5 km, für die Damen, Junioren und Juniorinnen jeweils 2 km. Je nach Wettkampfform wird eine unterschiedliche Anzahl an Runden gelaufen (Juniorinnen absolvieren jeweils eine Runde und damit eine Schießfolge weniger):
Sprint: 3 Runden mit 2 Schießeinlagen (s = stehend, k = kniend)
Verfolgung: 4 Runden mit 3 Schießeinlagen (s, k, s)
Einzelrennen: 5 Runden mit 4 Schießeinlagen (s, k, s, k)
Massenstart: 5 Runden mit 4 Schießeinlagen (s, k, s, k), dies gilt hier auch für Juniorinnen. Für alle Klassen sind die jeweiligen, oben genannten Rundenlängen um 0,5 km verkürzt. Bei der Staffel bewältigt jeder der 4 Staffelläufer die gleiche Distanz wie beim Sprint.
Bogenfenster Über dem Griff gelegene Ausschnitt im Mittelstück des Bogens oberhalb des Griffes. Dort wird die Pfeilauflage montiert und läßt diese näher zur Mittellinie des Bogens rücken. Auch Sichtfenster oder Schussfenster genannt.
Bogenhand Die Bogenhand, ist die Hand, die den Bogen festhält. Beim Rechtshandschützen ist dies die linke, beim Linkshandschützen die rechte Hand.
Bogenholz Bogenhölzer sind Holzarten, die gut für den Bogenbau geeignet sind. Man kann aus fast jedem Holz einen Bogen bauen kann, jedoch gibt es einige besonders geeignete Sorten. Die Gebräuchlichsten sind (etwa in der Reihenfolge der Eignung): Osage (nur Kernholz), Eibe, Ulme, Hickory, Eberesche (Vogel- beere), Goldregen, Lemonwood, Sanddorn, Robinie (nur Kernholz), Ahorn, Haselnuss, Esche (nur Splintholz), Roteiche, Kirsche. Ebenfalls gut geeignet, aber schwer in Bogenbau-Qualität zu finden sind Weißdorn, Pfaffenhütchen, Hartriegel und sicher noch viele andere Arten, von den leider keine Erfahrungswerte vorliegen. Völlig ungeeignet sind Pappel und Erle (weder zug- noch druckfest). Im eigentlichen Sinne keine "Hölzer", aber ebenfalls gut geeignet sind Bambus und Rattan.
Bogenhülle engl. Bow case. Ist eine Futeral aus Leder, Stoff, Filz oder auch als Kombination aus diesen Materialien zum Aufbewahren des Bogens. Sie schützt den Bogen gegen äußere Einflüsse, wie Schmutz und übermäßige Sonneneinstrahlung. Um ein lösen des Fieberglas-Laminates zu vermeiden, ist es erforderlich, einen solchen Schutz zu haben.
Bogeninnenseite siehe Belly
Bogenkoffer/-tasche Transportkoffer/-tasche für Take-Down- oder Compoundbogen
Bogenköcher 1. Halterung am Bogen um Pfeile aufzunehmen, wird oft bei Jagdbögen verwendet. Hat nur  eine beschränkte Kapazität. 2. Köcher für eher kurze Reiterbogen, also eine Transporthülle aus festem Material.
Bogenlaufen Das Bogenlaufen ist eine neue Disziplin im Bogensport, die das Laufen mit dem Bogenschießen verbindet. Es wird mit dem Bogen gelaufen und nach jeder Laufstrecke, die bis zu 1000 m lang ist, werden 4 Schuss auf eine 20 m entfernte Scheibe geschossen. Bei Fehlschüssen gibt es entweder eine Strafzeit oder es muss eine Strafrunde gelaufen werden. Der Wettkampf beginnt und endet mit einer Laufpassage. Für die verschiedenen Altersklassen gelten natürlich unter- schiedliche Laufstrecken und Scheibengrößen.
Bogenlänge Gesamtlänge des Bogens wird im gespannten Zustand, bei richtiger Standhöhe (lt. Hersteller- angaben), gemessen. Wird bei Lang- und Recurve-Bogen über den Bogenrücken von einem zum anderen Ende des Bogens zwischen den Sehnenkerben gemessen (Die Bogenlänge entspricht also der Sehnenlänge); bei Compound-Bogen von einer Achse zur anderen. Bei Lang- und Recurve-Bogen bestimmt sich die Bogenlänge nach der Auszugslänge des Schützen.
Bogennocke Verstärktes Ende eines Bogens, wird  bei Langbögen auch zum Spannen verwendet.
Bogenpresse Spannvorrichtung speziell für Compound-Bogen. Anders ist ein Aufspannen bzw. Entspannen dieses Bogens, bedingt durch seine Konstruktionsweise, nicht möglich. Gibts als einfache Aus- führung, die mitgeführt werden kann oder aber auch als Standgerät.
Bogenrohling 1. engl. Stave. Ein Teilstück eines Baumstammes in einer Dimension, die zum Bau eines Bogens benötigt wird. Ein Stave für den Bogenbau sollte immer durch Spalten, nicht durch Aufsägen entstanden sein, weil nur so der Faserverlauf zu erkennen ist. Bilder sind hier zu finden.
Bogenrücken siehe Bogenaußenseite 
Bogenschlinge Eine vorgefertigte Schlaufe, die mit dem Bogen fest verbunden ist. Sie dient dazu, dass der Bogen, der zum Zeitpunkt des Lösens nicht festgehalten wird, nicht auf den Boden fällt. eine andere Variante ist die Fingerschlinge. Beides findet seine hauptsächliche Anwendung im FITA- Bereich, obwohl es auch traditionelle Schützen gibt (Bogen wird in der Regel festgehalten) die mit Schlinge schiessen.
Bogenschuss engl. Bow-Shot. Ist die Entfernung, die der Pfeil nach dem Lösen zurücklegt.  
Bogenspanner Vorrichtung in die der Bogen mit einem Wurfarm und dem Mittelteil/Griff eingelegt wird, so dass man ihn gleichmäßig und schonend zum Aufspannen biegen kann.
Bogensehne siehe Sehne
Bogenständer Vorrichtung, auf der der Bogen abgelegt wird, solange er nicht vom Schützen benötigt wird
Bogentuning meint die optimale Einstellung des Bogens auf den Schützen. 
Bogenwaage Hilfsmittel zur Ermittlung des Zugwwichts eines Bogens. In mechanischer und elektronischer Ausführung erhältlich
Bogner alte Bezeichnung für Bogenbauer, von manchen auch für Bogenschützen verwendet.
Bowhunter engl. Bogenjäger
Bowyer engl. Bogenbauer
Bowyers Edge Sonderform des Schabhobels, Ziehhobel mit Holzkörper.
Brace Height engl. Standhöhe, siehe dort
Broadhead 2- bis 5-schneidige, scharfe und zugespitzte Pfeilspitze aus Metall, die zum Jagen benutzt wird. Die Verwendung von Jagdklingen im Gelände, ohne jagen zu wollen, kann einen Verstoss gegen das Jagdgesetz darstellen! 
Brustschutz Schützt bei Rechtshändern nicht nur die linke Brustseite (bei Linkshändern die rechte) vor schmerzhaften Berührungen mit der Sehne, sondern dient auch dazu, die Kleidung an den Körper zu pressen, um so ein Streifen der Sehne am Körper, das ein Ablenken des Pfeils zur Folge haben kann, zu verhindern (FITA).
Bullet Pfeilspitzenform, ähnlich einer Gewehrkugel
Button Ein Button ist ein -in die seitliche Schussfenster-Wand eingeschraubtes- Bauteil, das man sich wie den Drücker eines Kugelschreibers vorstellen kann. Er dient als seitliche, gefederte Pfeilanlage und dämpft den Prellschock des Abschusses. Die Hauptfunktion jedoch ist:
1. Man kann den Button unterschiedlich tief eingeschraubt fixieren, und so den seitlichen Anlagepunkt nach Bedarf, z.B. für unterschiedliche Schaftdicken, variieren, und
2. durch eine Stellschraube auf der Hinterseite des Buttons, kann man die Federspannung verändern, und damit ein "Feintuning" bezüglich des Pfeil-Spines und der pers. Ablass-Technik durchführen.


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C
Cams
Moderne Compoundbögen wenden wie bei einem Wellrad das Hebelgesetz an. Die sich nach außen wegdrehende Rolle ist wie ein starrer Hebel, der auf die Drehachse wirkt. Durch die ex- zentrische Aufhängung der Rollen/Cams verändert sich der Angriffswinkel und der Hebelarm, und man kann so immer im effektivsten Bereich arbeiten. Werden die Rollen/Cams mit der Bogen- sehne nach außen gezogen, verlängert sich der Hebelarm siehe hier. Diese Mechanismen sind beim Compoundbogen in einer praktischen Anwendung umgesetzt. Dadurch ergibt sich im Gegensatz zu anderen Bogen ein nicht-linearer Kraftverlauf beim Auszug: Mit steigendem Auszug nimmt die Kraft zunächst stetig zu (wie auch bei anderen Bogen), um dann aber beim Über- schreiten des sogenannten Gipfel-Zuggewichtes schlagartig abzunehmen ("let-off"). Der Bogen- schütze hält dann bei voll ausgezogenem Bogen nur noch einen Bruchteil des Gipfelzuggewichtes auf der Hand.
Die Formgebung der Cams bestimmt das Verhalten des Bogens maßgeblich, im einfachsten Fall sind sie kreisrund. Durch die Form der Cams kann z.B. die Reduktion des Zuggewichts oder die im gespannten Bogen „gespeicherte“ Energie beeinflusst werden. Manche Cams verfügen über aus- tauschbare Module, mit deren Hilfe die Auszugslänge bzw. das Zuggewicht des Bogens ange- passt werden kann.
Centercut Bis zur Mittellinie ausgeschnittenes Schussfenster.
Centershot-Bogen Bogen, bei dem der untere Teil des Bogenfensters über die Mittellinie des Bogens hinaus ausgeschnitten ist.
Checker Werkzeug, um die korrekte Standhöhe (Abstand vom tiefsten Punkt im Griff zur Mitte Sehne) zu prüfen. Zusätzlich kann mittels des Checkers der korrekte Sitz des Nockpunktes ermittelt werden. Je nach Bogen, kann die Standhöhe variieren, beachte Herstellerangaben.
Cloutschiessen Langstreckenschießen auf ein kreisförmiges, 48 Fuß (= 14,63 m) großes, flach auf dem Boden befindliches Ziel. Eine Abfolge von verschiedenfarbigen Kreisen markiert die Entfernung der Ringe von der Mitte. Die Entfernung für Herren beträgt 180 Yards (= 164,59 m), die für Damen 120 (= 109,72 m) oder, 140 Yards (= 128,01 m).
Cockfeder = Leitfeder. Die Feder, die im rechten Winkel zu der Nockkerbe aufgesetzt ist. Die meisten Schützen setzen den Pfeil so auf, dass die Leitfeder vom Bogen weg zeigt. Bei den meisten Compoundschützen die mit Pfeilauflage schiessen steht die Cockfeder, entweder nach oben oder unten, senkreckt zur Nockkerbe.
Compostibogen wird auch Laminatbogen genannt. Bogen, der aus unterschiedlichen miteinander verleimten Schichten (Laminaten) zusammengefügt ist. Vorwiegend werden Fiberglas und Holz, neuerdings auch vermehrt Carbonfasern, traditionell nur verschiedene Hölzer bzw. Holz mit Bambus und/oder Horn miteinander verleimt.
../htmls/bogen_abc.htmlCompound-Bogen engl. compound bow wurde 1969 in den USA erfunden. Ein Compoundbogen ist einfach zu erkennen: an den Enden des Bogens befinden sich kleine Räder, die sogenannten Camwheels, kurz Cams genannt. Sie verfügen über zwei verschiedene Durchmesser, auf denen Kabel oder Sehne aufgerollt sind. Im ungespannten Zustand ist auf dem größeren der beiden Durchmesser die Sehne aufgerollt. Beim Spannen des Bogens wird die Sehne des Bogens vom großen Durch- messer abgerollt, und auf dem kleinen Durchmesser wird das am gegenüberliegenden Wurfarm befestigte Kabel aufgerollt. Die Cams sind zusätzlich exzentrisch aufgehängt.
Der Compoundbogen wird oft mit dem Flaschenzug in Verbindung gebracht, dieser fand jedoch nur bei früheren Modellen Anwendung, welche über mehr als zwei Rollen verfügten. Weil das Zugkabel am gegenüberliegenden Wurfarmende befestigt ist und über eine Rolle läuft, lässt sich das ganze System auch als ´feste Rolle´ begreifen, was erstmal auf einen Flaschenzug schließen lässt.
Durch seine Konstruktion kann ein Compoundbogen bei gleicher oder sogar größerer Auszugs- länge erheblich kürzer gebaut werden und ist entweder leichter zu Spannen oder kann mit sehr viel höherem Zuggewicht bei gleichem Kraftaufwand gespannt werden. Die Belastung der be- weglichen Teile ist zudem geringer, da der schlagende Teil der Sehne und die Bogenarme viel kürzer sind und die Kabelzüge, in denen der Großteil der Spann/Schussbewegung abläuft, sich nur in Richtung ihres Verlaufes bewegen müssen. Dies verringert Vibrationen beim Schuss und den Sehnenverschleiß erheblich.
Auf einem Compoundbogen werden die Pfeile zunächst schwach und dann immer stärker beschleunigt. Hierdurch wird das Material der Pfeile weniger gestresst und Abschussge- schwindigkeiten von mehr als 100 m/s bzw. 360 km/h erreicht. Durch die hohe Geschwindigkeit ist der Pfeil schneller im Ziel (weniger Ablenkung durch Wind) und die Flugbahn flacher. Eine flache Flugbahn des Pfeils ist erwünscht, da sie die Einflüsse von Zielfehlern in der Höhe mindert.

Unterteilung der Compoundbögen
Compoundbögen mit den Cams am Ende des Wurfarmes:
4Wheeler
Die schon in Vergessenheit geratenen Compounds der ersten Stunde waren Bögen mit vier Rollen. Zwei Umlenkrollen, die jeweils vor oder bei den Exzenterrollen angebracht waren, hatten die Hauptaufgabe, die Zugkabel von der Mitte der Pfeilschussbahn auszulenken. An den Wurf- armenden waren die beiden anderen runden Rollen, die eine exzentrische Lagerung hatten.
Die Wirkung beruhte auf dem Flaschenzug- und Exzenterprinzip. Der Zugnachlass erreichte ca 33-36 %.
Twin Cam
Diese Compoundbögen besitzen zwei mehr oder weniger an Ellipsen erinnernde exzentrisch drehende Räder. Jeder Bogenhersteller hat seine eigenen Formen bzw. „Kurvenscheiben“. Das Funktionsprinzip ist hier auf dem Wellrad basierend. Der Zugnachlass erreicht bis zu 80 % .
Single Cam
Diese Bögen haben nur ein am unteren Wurfarm angebrachtes großes Exzenterrrad. Der obere Wurfarm hat nur eine Umlenkrolle. Die ersten Entwürfe gehen in das Jahr 1975 zurück, jedoch waren sie lange Zeit im Schatten der Twin Cams. Der Vorteil liegt in dem einfachen Cam, der nicht wie die Twin Cams synchronisiert werden muss.
Hybrid Cam
Die Hybrid Cams verfügen über zwei sich unterscheidende Cams am oberen und unteren Wurfarm. Sie werden nur durch ein Split-String, ein Kontrollkabel und die Sehne verbunden und benötigen nicht annähernd den Aufwand einer Twin Cam was die Feineinstellung betrifft. Hybrid Cams erfreuen sich steigender Popularität seit Hoyt 2003 das Cam & 1/2 System einführte.

Compoundbögen mit den Cams am Griffstück
Einige Compoundbögen besitzen die Cams in der Nähe des Griffstücks. Der Vorteil ist, dass mit den Cams keine Schwungmassen an den Wurfarmen beschleunigt und abgebremst werden. Am Mittelteil angebracht, werden somit keine „Erschütterungen“ auf den Bogen übertragen.

Compound-Wurfarme
Forward Limb Movement
Die Wurfarme bewegen sich hauptsächlich nach vorne, so wie sich die meisten Wurfarme bewegen.
Vertical Limb Movement
Die Wurfarme bewegen sich hauptsächlich nach oben und unten. Dies kommt von der fast parallelen Anordnung der Wurfarme in horizontaler Ebene. Der Vorteil besteht in einem ruhigeren Bogen, der nicht nach vorne „springt“, da sich die Kräfte in der Waagerechten fast neutralisieren. Nachteilig ist die kurze Bauweise (Achsen-Abstand), die die Bogensehne nur noch mit Release spannen lässt. Die Sehnenfinger würden sich zu sehr einklemmen.
Twin Limb
Im Gegensatz zu den herkömmlichen einteiligen Wurfarmen bestehen Twin Limbs aus "Zwillings-Wurfarmen" (zweiteilig, jeweils oben und unten). Die Cams können sich zwischen den Twin Limbs hindurch drehen, ohne dass Aussparungen an den Wurfarmen vorgenommen werden müssen.
Creep engl. Kriechen 1. string creep: Dehnungsart einer Sehne, vgl. Stretch oder  Slip. Creep be- zeichnet die fort- laufende, nicht umkehrbare Längenänderung unter dauerhafter Belastung. Creep ist der Grund dafür, dass man z.B. auf Compoundbogen, welche in der Regel dauerhaft gespannt bleiben, kein Dacron findet. Auch das viel verwendete FastFlight zeigt leider Creep unter Dauerlast.  Es gibt  "no-creep"-Garne im Handel, die speziell für Compoundbogen entwickelt wurden. Diese sind grundsätzlich auch auf anderen Bogen (die für FastFlight zugelassen sind) einsetzbar.
2. Compoundschütze kriecht vom Vollauszug (Wand) Richtung Tal, dadurch wird das Trefferbild nachhaltig verändert, dies gilt jedoch auch für alle anderen Stilarten, wobei Creep ebenfalls wandern des Ankers Richutng Zeil meint.
Cresting Aufgemalte oder geklebte Ringe am vornehmlich hinteren Ende des Pfeils als individuelle Kenn- zeichnung oder Schmuck. Im FITA-Bereich ersetzt das Cresting jedoch nicht die vorgeschrie- bene Kennzeichnungpflicht des Pfeils.
Crowndip Vollflächige, einfarbige Bemalung des Pfeilschafts im Bereich der Federn und der Nocke. Wird meist im Tauchverfahren und natürllich vor der Befiederung durchgeführt.
Custom -Pfeile und/oder -Bögen: Nach Angaben des Auftraggebers individuell hergestelltes bzw. ge- staltetes Werkstück.


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D
D-Loop
wird auch als String-Loop bezeichnet. Schlaufe an der Sehne, die die oder den Nockpunkt(e) mit einschliesst. In dieses Loop hängt der Compundschütze sein Release (siehe dort) ein. Das Loop muss sicher an der Sehne befestigt sein sonst droht dem Schützen erhebliche Ver- letzungsgefahr. Howto
D-Profil Querschnittform der Wurfarme eines engl. Langbogens. Der Bogenrücken ist weitgehend gerade, höchstens leicht gekrümmt. Die Bauchseite ist gerundet. Die Abrundung kann dabei, bezogen auf einen perfekten Halbkreis, flacher  oder steiler ausfallen. Flachere Formen sind weniger leistungsfähig, aber auch weniger fehleranfällig.
Dacron Dacron® ist ein Handelsname für Endlosfäden, Stapelfasern, Kräuselfasern (Fiberfill) und Spinn-
kabel aus Polyethylentererphthalat. Bevorzugtes Sehnenmaterial für Vollholzbogen da es eine begrenzte Elastizität hat, was schonend für Holzbogen ist, da der Abschussschock abgefedert wird.
Daumenring
Daumenschutz aus Horn, Metall oder Leder gegen die Zugkraft der Sehne bei einer im asia- tischen Kulturkreis verbreiteten Schießtechnik: Die Sehne wird statt mit 3 Fingern mit dem Daumen gezogen. Erfordert, dass der Pfeil an der anderen Seite des Bogens anliegt, also bei Rechtshandschützen rechts.
DBSV  Deutscher Bogensportverband 1959 e.V.
Decrowning Tangentiale Abtragung der Jahresringe am Bogenrücken, um auch bei kleinen Stammdurch- messern trotz der starken Krümmung der Ringe einen flachen Rücken (und damit insgesamt ein D-Profil) zu erhalten. 
../htmls/bogen_abc.htmlDeflex Deflex ist ein Bogen dann, wenn er auch im entspannten Zustand in Zugrichtung gebogen ist. Die meisten Vollholzbogen ohne Backing entwickeln einen leichten Deflex in Folge des String- follows (siehe dort). Deflex gebaute Mittelteile erhöhen die Standhöhe. 
DFBV Deutscher Feldbogen Sportverband
Dished Grip Bogengriff mit einer gleichmäßigen flachen Einbuchtung. Border stellt z.B. Bogen mit geradem oder "dished" Grip her.
Dominantes Auge Auge das beim Zielen die Führung übernimmt. Das dominierende Auge bestimmt ob man Rechts- oder Linkshandschütze ist. Niemand hat zwei gleich starke Augen - stets ist eins dominat. Beim Bogenschießen muß es hinter der Sehne liegen. Liegt es seitlich, "stiehlt" es dem hinter der Sehne liegenden schwächeren Auge den Zielvorgang: Das Visier verspringt seitlich - ziel- genaues Schießen ist unmöglich.
Welches Auge dominant ist, kann man testen, indem man mit ausgestreckten Armen durch eine Pappe mit Loch (oder einen mit den Fingern beider Hände gebildeten Ring) von ca. 3 cm Durchmesser einen entfernten Punkt mit beiden Augen fixiert, und dann das Loch (den Ring) langsam zum Gesicht führt, ohne den Fixpunkt zu verlassen. Das Auge, vor dem Loch bzw. Ring "ankommen" ist dominant. Ist es das Rechte, sind sie Rechtshandschütze (rechte Hand zieht aus), ist es die Linke, sind sie Linkshandschütze (die linke Hand zieht aus).
Drehpunkt Jene Stelle an der Griffinnenseite des Bogens, die am weitesten von der Sehne entfernt ist (Standhöhe).
Drehwuchs Wachstumsanomalie bei Bäumen. Die Holzfasern verlaufen nicht parallel zur Längsachse des Stammes, sondern in der Form einer Spirale. Ob bei einem Stamm Drehwuchs vorliegt, ist im ungefällten Zustand oft nur schwer zu erkennen, zeigt sich aber deutlich beim Spalten. 
Drift = (Seiten)abweichung. Natürlicher Abtrieb des Pfeiles von seinem vorhergesehenen Weg bedingt durch Seitenwind.
Druck-Zug-Methode 1. Technik zum Spannen eines Langbogens: Ein Bogenende wird auf den Boden gestellt, und mit einem Fuß gegen Wegrutschen gesichert. Die Hand der selben Seite fasst den Bogengriff und zieht ihn nach hinten, während gleichzeitig die andere Hand den Bogen durch wegdrücken des oberen Wurfarms krümmt und dabei in einer gleitenden Bewegung die Sehnenschlaufe in die Kerben schiebt. Besonders mit starken oder sehr langen Bogen schwierig. Erfordert Übung. Rutscht die drückende Hand ab, kann der Bogen in's Gesicht schlagen.
2. Methode des Schießens, während die Zughand ankert drückt die Bogenhand gleichzeitig den Bogen Richutng Ziel
Druckpunkt 1. (Button) Jene Stelle an der seitlichen Pfeilanlage, gegen die der Pfeil im Moment des Lösens gepreßt wird.
2. Auch verwendet als Begriff für den Punkt am Griff, auf dem die Hauptdrucklast der Bogenhand wirkt.
3. Bei Trigger-Releaseschützen, der Punkt der kurz vor dem Auslösen des Releases gespürt wird.
DSB Deutscher Schützenbund Sektion Bogen
Duoflex-Bogen Der Duoflex von WILLCOX ist ein Recurve-Holz-Bogen (meist in zwei Schichten) mit einem griffnahen Deflex-Bereich und einen anschließenden Reflex-Bereich. Jeder Teil des Wurfarms arbeitet mit. Der Name leitet sich her von den beiden Biegezonen (Deflex- und Reflexbereich). Die Rückenlinie im Griffbereich ist gerade ausgebildet.
Durawood Mit Kunstharz unter Druck getränktes Holz. Sehr fest und witterungsbeständig. Im Bogenbau für Mittelteile verwendet.
Durchschuss Der Pfeil durchschlägt das Zie. Wegen der Schwierigkeit, Durchschüsse zu punkten, wird vorher meist ein Punktwert für solche Schüsse festgelegt (in Deutschland wird in der Regel ein Nachschuß erlaubt).
Durchsteigen siehe aufspannen der Sehne
Dynabow ist der erste Singlecam-Bogen der nur am unteren Wurfarm eine ovale Exzenterrolle (ein Cam-System) besitzt. Am oberen Wurfarm wird die Sehne unmittelbar befestigt.
Dämpfen Erhitzen über Wasserdampf,  zum  Biegen von Holz. Die Verformung sollte etwas weiter gehen, als das beabsichtigte Endergebnis, da sich das Holz etwas zurückstellt. Nie weiter versuchen, als dass das Holz "willig mit geht". Die Form muss bis zum Erkalten gehalten wer- den, ca. 1/2 Std. Vor der Weiterbearbeitung sollte das Holz dann mindestens 1, besser 2 Wochen nachtrocknen.


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E
Effizienz
Wie viel der zugeführten Energie (Zugkraft) wird, prozentual, in Form von Beschleunigungs- energie (Abschussgeschwindigkeit) an den Pfeil übergeben. Anhand der Masse des Pfeils und der Geschwindigkeit läßt sich berechnen, wie viel von der zugeführten Energie (Zugkraft) an den Pfeil ebgegeben wird und welche Energiemenge im Bogen bleibt, bzw. in Wärme umgewandelt wird.
Einfrieren eine Form der Target-Panic (siehe dort). Schütze zieht den Bogen ganz aus, ankert, visiert und friert dann an seinem Visierpunkt ein. Dieser Punkt liegt meist auserhalb der Zielmitte. Er kann das Visier bzw. den Bogen nicht mehr Richtung Zeilmitte bewegen. Dies ist eine mentale Blockade.
Eingespleisst  engl.  Footing. 1. Am Vorschaft eingesetztes Stück Holz. Zur Reparatur von Pfeilen geeignet und dient zur Verbesserung der Optik und beeinflusst zusätzlich den Spinewert des Pfeils, da meist ein anderer Holztyp verwendet wird. Wird in der Regel über einen 4-Fachspleiss durchgeführt.
2. Am Schaftende als Nockverstärkung
EKF  European Kyudo Federation europäischer Kyudo-Dachverband
Einklemmen Das Einklemmen des Pfeiles bzw. der Finger beim voll ausgezogenen Bogen. Verwntwortlich dafürist ein zu enger Sehnenwinkel, dies kommt vor Allem bei kurzen Jagdbogen vor und kann mitverantwortlich für unsauberen Ablass oder das Abspringen des Pfeils von der Auflage sein.
Einnocken wird auch als Aufnocken bezeichnet und meint das Aufschieben, bzw. (bei Klemmnocks) Aufklemmen der Pfeilnocke auf die Sehne.
Endenschutz Kappe aus entsprechendem Material (Kunststoff, Leder oder Gummi) die auf das untere Ende des Wurfarmes aufgezogen wird, um diesen vor Beschädigungen durch das Aufsetzen auf den Boden zu schützen. Wobei es eher üblich ist, dass man den Bogen nicht auf die Erde sondern auf den Schuh absetzt. Dies erzeugt dann eine typische Markierung auf dem Fuß- kleid des Schützen, daran lässt sich ab und zu ein Bogner erkennen :-)
Endlossehne Sehnenbauart, bei dem die Sehne aus einem einzigen Strang hergestellt wird. Auf einem Sehnengalgen wird das Sehnenmaterial X- mal (je nach gewünschter Sehenstärke) herum- gewickelt, sodass jeweils x Stränge entstehen. Zusammen ergibt das dann die doppelte Anzahl der Stränge. Die Enden werden mittels Wickeltechnik entsprechend umwickelt. So entstehen die unteren und oberen Sehnenöhrchen mit denen die Sehne dann an den Wurf- armen eingehängt wird. Im aufgespannten Zustand wird dann noch die Mittelwicklung erstellt.
Epoxi Epoxidharz - Kleber. Zweikomponenten-Kleber, der sehr hohe Endfestigkeiten erreicht und kaum schrumpft. Häufig im Bogenbau verwendet, leider bei der Verarbeitung giftig (sowohl die geruchlosen Dämpfe wie auch das Material bei Hautkontakt). Durch Erwärmen in der Abbindephase wird die Endfestigkeit noch weiter erhöht.
Ethafoam Polyethylen-Schaumstoff der sich sehr gut als Scheibenmaterial eignet. Die Platten gibt es in unterschiedlicher Dichte und mit geschlossenporigem Gefüge. Ethafoam 400 ist am Besten geeignet. Aus ihm lassen sich sowohl Scheiben bauen, wie auch Tierfiguren erstellen. Es ist leicht, hat eine gute Pfeilstoppwirkung, ist wasserfest und hat eine gute Wiederverschließ- fähgkeit bei Einschüssen. Nachteil - Ethafoma ist ziemlich teuer. Auf Recyclinghöfen kann es aber auch gefunden werden, da viele Hersteller elektronischer Geräte dieses Material zu Ver-
packung ihrer Waren verwenden.


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F
FAAS Field Archery Association Switzerland (Schweizer Feldbogenverband)
Facewalking Technik beim Blankbogen-Schießen, bei der die Veränderung der Position der Zughand im Gesicht als Zielhilfe (bzgl. der Höhenlage der Treffer) benutzt wird. Ähnlich dem Stringwalking.
Faceing Beim traditionellen Bogen eine verstärkende Materialschicht, die auf den Bogenbauch Innenseite des bogens) aufgeklebt wird. Die dabei verwendeten Materialien müssen besonders druckstabil bzw. druckelastisch sein. Diese Voraussetzung erfüllen einige Hölzer (begrenzt Ahorn, Ulme und Hickory, besser Osage, Eibenkernholz und Bambus) ideal, klassisch und mit maximaler Leistung Horn. Moderne Bogen haben auch dort aus diesem Grund eine Schicht Glasfaserlaminat. Wichtig ist, dass Bauch und Rücken im "Gleichgewicht" bleiben, also vergleichbar leistungsfähig sind, sonst wird die "Gegenseite" überlastet.
Fade-out Ist der langsame Übergang vom Bogenmittelteil zu den Wurfarmen.
Fang-Pfeil Retrieving arrow. Pfeil mit Widerhakenspitze, dazu hergerichtet die Beute, Fische oder Erdhöhlen bewohnende Tiere, mittels dem in der Wunde festsitzenden Pfeil zu ergreifen.
Fast Flight Kunstfaser zur Bogensehnenherstellung mit minimaler Eigendämpfung , das Sehnenmaterial  dehnt sich kaum noch. Für Vollholzbogen ungeeignet, für glasbelegte Bogen nur mit Zu- lassung des Herstellers. Je härter das Sehnenmaterial ist, desto mehr wird der Bogen belastet. wie der Name schon sagt, für schnelleren Pfeilflug gedacht.
Feder siehe Bediederung
Federfahne Der weiche Teil der Naturfeder.
Federstanze Werkzeug zum gleichmäßigen "Zuschneiden" von Federn. Die Feder wird in eine (einseitig scharf- kantige) Form gelegt, durch die man dann dann mit einem Hammerschlag aus der ganzen Feder schablonenartig eine beliebig oft wiederholbare Form "herausstanzt".
Federformen die Federform ist in erster Linie eine Frage des Geschmacks. Klassische formen sind z.B. Schild, Parabol oder Saubuckel. Unter Clipper (anklicken) finden Sie unter Formen Beispiele, wie Natur- federformen aussehen können. 
Federwicklung Fadenwicklung an dem zur Pfeilspitze gerichteten Ende der Feder, die verhindert, dass der Federkiel sich abhebt und die Bogenhand verletzt. Bei historischen Pfeilen wurde der gesamte Kiel mit einem Faden gegen Abfallen gesichert. 
Feet engl. Längenmaß. 1 feet  = 12 inch  =  0,3048 m .
Fehlschüsse  oder missed. Im der FITA-Bereich wird ein Schuss, welcher nicht mehr auf der Scheiben- auflage ist, als „missed“ bezeichnet. Im Schusszettel wird dann ein „M“ eingetragen und zählt als 0-Ringe.
Feldbogen  Ein in der Regel etwas kürzerer Bogen, der zum Feldbogenschiessen verwendet wird
Feldbogenschiessen Disziplin beim Bogenschießen, bei dem die Schützen im Gelände von bekannten oder unbe- kannten Entfernungen aus schießen. Die Scheibenauflage ist ein 5-er-Auflage, sodass die höchste Wertung ein 5 ist. Die Mitte ist Gold und die Ringe drum herum sind schwarz. Diese Art des Schiessens wurde ehemals entwickelt, um die Jagdsituation zu simulieren.
Feldspitze Metallspitze zum Schießen auf, im bewaldeten Gelände gestellte, Ziele. Die Form der Spitze verringert das tiefe Eindringen in Holz (Bäume).
Fenster siehe Bogenfenster
Fiberglas Kunstharzgebundenes Laminat aus Glasfäden. Im Bogenbau werden "unidirektionale" Verbund- stoffe verwendet, das heißt, dass die meisten Glasfäden darin in dieselbe Richtung verlaufen. Fiberglas ist sowohl zug- wie druckfest und sehr leistungsfähig. An Naturwerk- stoffen kann nur Bambus da mithalten. Neuerdings machen Carbonfasern dem Fiberglas Konkurrenz; diese sind aber erheblich teurer.
Fingerschlinge Band mit Schlaufen, das um Daumen und Zeigefinger oder Mittelfinger gelegt wird und die Funktion einer Bogenschlinge hat ohne mit dem Bogen verbunden zu sein.
Fingerschutz Besteht aus Leder oder Cardovan und wird In Form von Handschuhen oder Tabs angeboten. Diese dienen als Schutz der Finger beim Aufziehen und Ablass.
Finish  engl. Abschluss. Das Auftragen von Öl, Wachs, Versiegelung oder Lack zum Schutz gegen die Witterung. Zusätzlich wird eine schöne Optik erreicht.
Fishtail-Effekt Hin- und Herbewegung des Pfeiles im Flug.
FITA Bogensportverband der olympischen Bogendisziplinen. Fédération Internationale de Tir à l’Arc mit Sitz in Lausanne (CH). Von dieser Vereinigung sind Reglements erarbeitet worden, die bei den olympischen Spielen, Weltmeisterschaften sowie bei europäischen Wettkämpfen zugrundegelegt werden. Auch nationale Wettkämpfe sind nach diesen Regeln auszutragen, wenn die dabei geschossenen Ergebnisse als Rekorde anerkannt werden sollen.
FITA Feldrunde Die FITA Feldrunde kann mit dem Blank-, dem Recurve- oder dem Compound Bogen geschossen werden (bekannte und unbekannte Entfernungen), wobei jeder Bogenart eine eigene Wertung zugeteilt wird. Es wird auf 12 bis 24 Scheiben geschossen. Dabei ist zu beachten, dass sich die Scheibenzahl durch vier teilen lässt. In der Regel werden 12 Scheiben aufgestellt. Pro Scheibe werden drei Pfeile geschossen. Die Ziele sollen so an einem vorgegebenen Kurs angeordnet sein, dass sich durch das Gelände eine ent- sprechende Erschwernis im Zielen und Schießen ergibt. Bei einer FITA Arrowhead Runde werden zwei separate Feldrunden abgehalten. Die FITA Jagd Runde beinhaltet die gleichen Regeln wie in der oben erwähnten Feldrunde. Allerdings sind die Entfernungen der Ziele zu schätzen.
FITA-Runde Insgesamt werden 144 Pfeile auf verschiedene Entfernungen und Auflagengrößen geschossen. Weiterhin werden in den verschiedenen Wettkampfklassen (unterschieden nach Alter/ Ge- schlecht) unterschiedliche Entfernungen geschossen.
Bei den Herren jeweils 36 Pfeile auf 90m und 70m (auf Auflagen mit 122cm Durchmesser) sowie 50m und 30m (auf Auflagen mit 80cm Durchmesser).
Bei den Damen werden 70m und 60m (122cm Ø) sowie 50m und 30m (80cm Ø) geschossen. Auf der 30m Distanz kann die 80cm Ø Auflage auch durch vier (für jeden Schützen der Scheibe einen) sogenannte Spots ersetzt werden. Dieser hat einen Durchmesser von 40 cm und besteht aus der Mitte der 80cm Auflage. Niedrigere Treffer werden dabei als Fehlschuss (M = miss) gewertet. Vor einer Wertung (Pfeile holen und Aufschreiben der Trefferzahlen scoren) werden bei den zwei weiten Entfernungen jeweils 6 Pfeile, bei den Kürzeren jeweils 3 Pfeile geschossen. Für Schüler- und Jugendklassen gelten teilweise abweichende Regelungen bezüglich Entfern- ungen und Auflagengrößen. Eine FITA-Runde wird in der Regel an einem Tag geschossen. Bei der sogenannten Doppel-FITA werden zwei FITA-Runden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen geschossen.

kleine oder halbe FITA
50 m und 30 m, jeweils 36 Pfeile auf Auflagengröße 80 cm.

Olympische Runde (bei Meisterschaften und Olympischen Spielen)
2 mal 36 Pfeile auf 70 m, danach weiter im K.O.-Verfahren, 1. gegen 32., 2. gegen 31. usw. bis zum Finale.

FITA Halle
2 Durchgänge zu 30 Pfeilen auf 18 m Entfernung. Geschossen wird auf 40 cm Auflagen (Schüler 60 cm) bzw. auf 3er-Spot-Auflagen (die fünf inneren Ringe der normalen 40 cm Auflage, drei davon untereinander bilden praktisch eine "Ampel").
Fita-Stern Leistungsabzeichen für ein bestimmtes Ergebnis. Die Fita vergibt 5 verschiedene Auszeichnun- gen den 1000er, den 1100er, den 1200er, den 1300er und schließlich den 1400er Stern. Die Zahlen beziehen sich jeweils auf die mindestens zu erreichende Ringzahl, um diese Auszeichnung zu erwerben.
Flachbogen engl. Flatbow. Sammelbegriff für Bogen mit weitgehend geradem, also nicht gerundetem Bauch und Rücken.
Flämischer Spleiss Besondere Herstellungsart von Sehnen. Bogensehnen im flämischen Spleiss werden insbesondere für traditionelle Bogen verwendet. Durch Verdrillen und Kordeln werden sowohl die Sehnen- schlaufen (Sehnenöhrchen oder auch Sehennocken) gebildet, als auch die einzelnen Stränge umeinander gewunden. Duch das Verdrehen erhält die Sehne eine gewisse Elastizität, die sich schonend auf Vollholz- bogen auswirkt, da der Abschussschock gemindert wird. Hier gibt es eine gute Anleitung, leider nur in Englisch, dafür aber gut bebildert.
Fletch Kunststofffedern, die auf den Pfeil geklebt werden, um den Pfeilflug zu stabilisieren.
Fletcher engl. für Pfeilmacher
Fliegender Anker Damit bei jedem Schuss Auszuglänge und Ablasswinkel gleich sind, ist ein fester Anker- punkt erforderlich. Wird jedoch ohne zu ankern, also kurzes Verharren der Zughand an einem festen Körperpunkt, geschossen, spricht man vom "fliegenden Anker". Den konstant  gleich zu wiederholen, ist wesentlich schwieriger, wenn auch nicht unmöglich.
Flight shooting engl. Weitschießen. Eine Turnierdisziplin, bei der es ausschließlich um die größtmögliche Weite geht. Verwendet werden Pfeile mit geringem FOC (4 - 7 Prozent) und sehr kleinen Federn (4 - 5 cm), dazu sehr starke Bogen (ab 80 # Zuggewicht aufwärts!). Die erreichbaren Weiten (Recurve) liegen im Bereich von 800 - 900 m.
Flu Flu Pfeil mit meist 6 großen Federn (oder 1 - 3 langen, gewunden angebrachten, sog. "Klobürsten") zum Jagen von Vögeln und baumbewohnendem Kleinwild. Der Pfeil wird nach einer entsprechend schnellen Anfangsbewegung relativ kurzfristig verlangsamt und fällt zu Boden. Das erleichtert das Suchen der Pfeile bei nach oben (in Bäume oder Himmel) gerichteten (Fehl-)Schüssen, da sich die Schussweite deutlich reduziert. Die effektivste Verlangsamung haben die Pfeile mit ge- wundenen Federn, allerdings neigen diese zum "Trudeln"; geraden Flug und starke Verzögerung bringen Mischformen, bei denen die Federn nach vorne gerade, nach hinten zunehmend ge- wunden angebracht werden (Raben-Flu-Flus).
FOC  Abk. "Forward off Center", (manche sagen auch "Front Off Center") = etwa "nach vorn, aus der Mitte heraus" = die Distanz des Schwerpunktes des Pfeil von der Pfeilmitte in Prozent. Der Pfeil ist befiedert und mit Nock und Spitze versehen.
Beschreibt den Schwerpunkt eines Pfeils, der leicht "kopflastig" sein sollte. Wird in Prozent angegeben. Für die Bestimmung des FOC muss die Länge des Pfeiles vom befiederten Ende zum vorderen Ende gemessen werden. Dieser FOC-Punkt oder auch Schwerpunkt sollte sein: 7 - 9% bei einem Aluminium Target Pfeil, 9-16% bei Carbonpfeilen und mindestens 10 - 15% bei Jagd- pfeilen mit Broadhead. Vorgehensweise: 1. Pfeil ausmessen und den absoluten Mittelpunkt markieren. 2. Jetzt finde den Balanze-Punkt des Pfeiles. (Geht am besten mit dem Balanze-Clip von Beiter, aber Du kannst es auch mit einem Messer machen.) Markieren! 3. Jetzt muss die Distanz zwischen diesen beiden Punkten gemessen werden. 4. Dividiere diese Messung mit der totalen Länge des Pfeiles und multipliziere mit 100. Das Ergebnis ist der Prozentsatz des FOC.
Errechnet wird der F.O.C in % mit folgender Formel, wobei L= Länge Nockbett-Spitzenende und
S = die Distanz vom Schwerpunktes bis zur Spitze ist, gemessen wird in mm

FOC % = ((L/2)-S) x 100/L
z.B. S=290 , L=780 ergibt einen F.O.C. von 12,82 %

wer es nicht nach dieser Formel berechnen möchte, klicke einfach den
Link zum Balance Clip an, dort gibts ein Tool das den FOC berechnet

Mit dem Balance Clip der Fa. Beiter kann nicht nur leicht der Schwerpunkt eines einzelnen Pfeiles festgestellt werden, sondern auch der Unterschied der Schwerpunkte innerhalb einer Pfeilserie: Dazu den Schwerpunkt auf jeden einzelnen Pfeil mit einem Stift markieren.
Die Serie dann nebeneinander aufstellen: wenn die Striche eine durchgehende Linie bilden, ist der Schwerpunkt bei der ganzen Pfeilserie gleich, oder Sie können sehen, wie er sich innerhalb der Pfeilserie ändert.
Follow  through siehe Nachhalten
Footing engl. Vorschaft siehe eingespleisst
FPS   engl.  "Feet per Second", manchmal auch als ft/s geschrieben. Geschwindigkeitsangabe, hier: für Pfeile. 1 fps entspricht 1,09728 km/h, also 1:1 + 10 Prozent. Traditionelle Bogen werfen zwischen 100 und 200 fps, High-Tech-Compoundbogen 290 - 350 fps.
Free style Disziplin beim Bogenschießen, bei der sämtliche Hilfsmittel (z.B. in der Compound- Bogenklasse Release, Scope etc.) zugelassen sind.
Freezing siehe Einfrieren
Frühholz Bereich innerhalb eines Jahresringes bei Holz, im Frühjahr gewachsen. Vor Allem ringporige Hölzer laubabwerfender Bäume, die in Regionen mit klimatischen Schwankungen (Jahreszeiten) wach- sen, zeigen einen deutlichen Unterschied der Holzqualität innerhalb eines Jahresringes. Das Frühholz ist porig und weich, das Spätholz dicht und fest (optisch unterscheidbar). Je größer der Anteil an Spätholz ist, desto besser ist die Eignung als Bogenholz.


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G
Game Trail spielerische Jagdsimulation. Entlang einer markierten Strecke hat der Schütze nicht nur die unbekannten Scheiben, sondern auch die günstigsten Schusspositionen zu finden
Gap-Shooting
engl. Abstands-Schießen. Eine Form des Systemschießen. Nur bei einem Centercut-Bogen mög- lich. Der Schütze visiert das Ziel über den Pfeil an. Der Abstand zwischen dem (möglichst klei- nen) Zielpunkt und der Pfeilspitze ist bei dieser Technik das bestimmende Maß. Für kurze Distan- zen liegt die Pfeilspitze (optisch) unter dem Ziel, für den "Nullpunkt" genau auf dem Ziel und für längere Distanzen darüber. Für kurze Distanzen kann auch die Oberkante des Bogenfensters verwendet werden, für große Distanzen die Pfeilauflage, die Unterkante des Bogenfensters oder die Bogenhand. Die Hauptaufmerksamkeit liegt auf dem Ziel wie weit er dabei drüber oder drunter hält, ist von der Schussentfernung abhängig. Das richtige Maß hat der Schütze gespeichert, also Erfahrungs- und Übungssache.
Geschlossener Stand Position der Füße auf der Schießlinie, bei der die Schießrichtung von der Fußspitze des hinteren Fußes über den Ballen des vorderen zur Zielmitte verläuft.
Gipfelzuggewicht Das maximale Zuggewicht bei Compound-Bogen, das überschritten werden muß, um ins Tal zu kommen und die Wand zu erreichen.
Gold Das Zentrum der Scheibenauflage, da der Neuner- und Zehnerring eine gelbe Farbe hat.
Goldfieber Negative psychische Einstellung des Schützen beim Lösen mit vielfältigen Erscheinungsformen (Verreißen, Schwimmen, Einfrieren etc.) das Auswirkungen auf Schießstil und Trefferbild hat.
GPI grains per inch ist ein Gewichtsmaß für Pfeile.
Grain Grain ist eine englische Gewichtseinheit. 1grain = 0,06479891 g ; 1g = 15,432551 grain. Sptizen und Schaftgwichte werden meist in Grain angegeben.
G-Nocke / Super-Nocke Ist eine Nocke, welche durch die Firma Easton hergestellt wird. Die G-Nocke wird bis zu einem Spinewert von 19xx verwendet, danach wird die Super-Nocke (da sehr viel stabiler) eingesetzt.
Griff  oder auch Griffstück (Grip). Ist das Mittelteil des Bogens. Je nach Ausführung kann der Griff sehr hoch sein oder sehr flach. Ein zu hoher Griff kann dazu führen, dass das Handgelenk zu weich ist (es lässt sich leicht bewegen) und somit zum verreissen direkt nach der Schussabgabe beiträgt.
Griffleder engl. Packing. Umkleidung des Griffbereichs am Bogen mit Leder. Schmuck, Schutz vor Ver- schmutzung und Komfortverbesserung. Man kann ein (grob) rechteckiges Stück auf der Rücken- seite vernähen, oder einen Streifen spiralförmig herumwickeln. Wird das Leder zuvor gewässert, zieht es sich beim Trocknen zusammen und liegt absolut stramm an.
Gruppierung Trefferlage der Pfeile auf der Scheibe. von einer guten Gruppierung spricht man, wenn die Pfeile eines Schützen möglichst nah beieinander in der Scheibe stecken.


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H
Handschock
Rückschlag eines Teils der Schussenergie in den Griff beim Abschuss des Pfeiles.
Helical Fletching gewundene Befiederung (siehe auch Befiederung). Dazu sind besondere Klammern am Befie- derungsgerät erfordelich.
Hings engl.: Schwachstellen. Stellen im Holz, deren Festigkeit / Steifheit geringer ist, als der übrige Stab. Beim Bogenbau müssen solche Stellen früh erkannt und verstärkt bzw. stärker belassen werden, wenn der Bogen gelingen soll.
Hochauszug Beim Ausziehen wird der Bogen so angehoben, dass der eingenockte Pfeil über das Ziel zeigt. Eigentlich bei allen Turnier und Bogenplätzen aus Sicherheitsgründen untersagt.
Holzbogen Bogen ohne Fremdmaterialien. Pfeilan- und Auflagen, Griffumkleidungen und Sehnenkerben - Verstärkungen aus anderen Materialien sind meist erlaubt (es sei denn, Pfeilauflagen sind aus anderen Gründen ausgeschlossen).
Hohes Handgelenk Oberkante des Handgelenks bildet eine Linie mit der Oberkante des Bogenarms; der Druck des Bogens zieht durch die V-Stellung von Daumen und Zeigefinger und die Handknochen ins Handgelenk. Dabei liegt auf der Handgelenkmuskulatur mehr Spannung als bei jeder anderen Handgelenkstellung.
Holmegaard Bogen Steinzeitlicher Bogen, Fundort Holmegaard, Dänemark. Der Bogen hat einen gerundeten Rücken (natürliche Krümmung des Ringes bei kleinem Stammdurchmesser) und einen weitgehend geradem Bauch. Zusätzlich bleibt die Breite des Wurfarms vom Griff aus über 2/3 bis 3/4 der Wurfarmlänge konstant. Primitive, aber durchaus effektive Bogenform mit wenig Stringfollow.
Holzkunde Lehre vom Holz, Entstehung, Klassifizierung, Nutzwert und Verarbeitung. Hier ein paar Links aus dem Internet zu den Themen
Holzpflaster Dünne Holzleiste, aus einem Jahresring (bzw. mehreren parallelen) geschnitten, die auf Holzbogen geklebt (und verschliffen) wird, um Fehler- oder Schwachstellen zu verstärken.griff.htm
Hornnocken Bei Bogen: Aus Hornspitzen gearbeitete, auf das Bogenende aufgesetzte Verstärkungen, in die die Sehnenkerben eingearbeitet werden. Vor Allem beim traditionellen engl. Langbogen aus Eibenholz üblich. Beugt, bei hohen Zuggewichten, Rissen im Bereich der Sehnenkerben vor.
Bei Pfeilen: V-förmig eingespleißte Hornstücke am hinteren Ende, in die dann die Nocke ein- gearbeitet wird. Der Spleiß muss dabei rechtwinklig zum Nockenschlitz ausgeführt werden.
Horsebow engl. Reiterbogen
Hunter-Runde Jagdturniermodus, bei dem nur ein Pfeil pro Scheibe bzw. 3-D Ziel geschossen wird.


I
IFAA International Field Archery Association (Internationaler Feldbogenverband)
Inch/Zoll engl. Längenmaß für Zoll: 1 Inch = 2,54 cm.
Indianerbogen Kurze, eher breite Vollholzbogen, oft mit Sehnenbelag, ggf. zusätzlich Hornstreifen bauchseitig. Man unterscheidet Prairie-Bogen (Reiterbogen, 1,20 - 1,40m), Plains- und Waldland-Bogen (1,40 - 1,60m).
Indikatornocke Pfeilnocke mit tastbarer Markierung an einer Seite. Die Nocke wird so auf den Schaft aufgesetzt, dass die Markierung in einer Linie mit der Leitfeder steht.
Insert Gewindehülse die in Alu- bzw. Carbonschäfte, zur Aufnahme von Schraubspitzen oder-nocken, eingeklebt wird. In unterschiedlichen Formen (je nach Schafthersteller) und Durchmessern er- hätlich.
Instiktives Bogenschiessen müsste eigentlich "intuitives" Schießen heißen, da es nicht um angeborene Instinkte, sondern um die intuitive Art des Bogenschießens geht, bei dem ohne Zieleinrichtungen (Blankbogen) nur durch Anschauen des Zieles geschossen wird. Dabei werden beide Augen offen gehalten. Blacky Schwarz hat auf seiner Homepage dazu eine gute  Einführung über instinktives Bogenschiessen bereitge- stellt. Danke Blacky!



J
Jagdbogen Bogen, der für die Jagd geeignet ist, Compoundbogen oder Recurves, die eine kürzere Bogenlänge bei höherem Zuggewicht haben. Durch die kurze Bauform handlicher und (als Recurve) leichter. 
Jagdentfernung Die Entfernung zum Ziel, auf die ein Schütze noch zuverlässig mit dem ersten Pfeil die Killzone trifft. Je nach Größe derselben und Fähigkeit des Schützen zwischen 5 und 25 m.
Jagdpfeil Pfeil mit Jagdspitze (siehe Broadhead). Die Verwendung von Jagdpfeilen kann einen Verstoß gegen das Jagdgesetz darstellen (§ 39 Abs. 2 Nr. 6).
Jagdspitze Pfeilspitzen (Siehe Broadhaed). die es in unterschiedlichen Arten und Formen gibt, oft mit sehr scharfen Klingen. Das Jagen mit dem Bogen ist in manchen Ländern - so in Deutschland - verboten.
Jahresringe Wachstumsringe im Holz.
Judospitze (Judo-Point) Spitze mit (gefedert gelagerten) Krallen, die das Verschwinden der Pfeile im Gras etc. verhindern, da sich die Krallen verhaken und der Pfeil sich aufstellt oder überschlägt


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K
Kabelabweiser Zubehörteil für Compound-Bogen, das die Berührung der Befiederung mit den Kabeln verhindert. Durch die gleichzeitige Verwendung eines sogenannten Gleitschuhs wird die Reibung der Kabel aneinander verhindert.
Kabelbacking Sonderform des Backings. Natur-, Kunstfasern, Tiersehnen oder Rohhautstreifen werden als ein oder mehrere parallele Stränge auf dem Bogenrücken befestigt.
Kernholz Innerer Bereich eines Baumstamms, der oft dunkler gefärbt ist, und ein druckfesteres, aber weniger elastisches Holz hat, als der äußere Splintholz - Bereich. Beim Bau von glaslaminierten Bogen wird auch das Holz zwischen den Glasschichten als Kernholz (core wood) bezeichnet.
Kernholzbaum Baumsorten, bei denen sich Splint- und Kernholz optisch unterscheiden lassen. In der Regel haben die beiden Bereiche auch unterschiedliche technische Eigenschaften, die man sich beim Bogenbau zu Nutze macht: Der Bogen wird so aus dem Holz gearbeitet, dass das elastischere Splintholz den Bogenrücken, das druckfestere Kernholz den Bogenbauch bildet. Ausnahmen: Robinie und Osage, hier wird nur das Kernholz verwendet, bei Esche nur das Splintholz.
Kevlar ist ein Garnmaterial, das auch für Sehnen verwendet wird. Eine Aramidfaser mit ähnlichen Eigenschaften wie Dacron.
Kill Bereich, in dem ein Tier waidgerecht tödlich getroffen wäre. Bei 3D-Zielscheiben und Tierbild- auflagen in der Regel gekennzeichnet. Wird mit dem ersten Schuss in diesem Bereich getroffen, erzielt dieser Treffer die höchste Wertung (im Regelfall eine 20).
Kisser Mundmarke die an der Sehne angebracht wird. Er vermittelt dem Schützen den richtigen Anker- punkt im Gesicht bzw. am Mund. Also eine zusätzlichen Kontrolle der konstanten Schussposition.
Kleber Vielfältig sind die Kleber, die im Bogen- und Pfeilbau verwendet (und die pers. Ideologien, wel- cher der beste für was ist). Diese Aufstellung versucht, die jeweils verbreitetsten Lösungen wiederzugeben:
Pfeilspitzen: Heißkleber oder Epoxi,
Pfeilschäfte: Ponal 3 (blau/wasserfest)
Federn: Spez. Kleber von Bohning, UHU hart, Pattex transparent, Teppichklebeband,
Nocken: Spez. Kleber von Bohning, UHU allplast, UHU hart, Epoxi,
Holzlaminate: Ponal 3 (blau), Epoxi,
Backing: Hautleim, Ponal 3, Epoxi.
Klemmnocke (Snap-(on-) Nock) Pfeilnocke, in die die Sehne einrastet.
Klicker Kleine Metallzunge, die am Schußfenster vor und oberhalb der Pfeilauflage montiert wird. Der Schütze schiebt seinen Pfeil beim Ziehen zwischen den Klicker um das Mittelstück des Bogens. Zieht der Schütze weit genug aus, schnellt der Klicker zurück, schlägt gegen das Mittelstück und es klickt. Mit dieser Massnahme kann der Schütze seine Auszugslänge, die immer gleich sein sollte, optimal kontrollieren.  Klickertuning beschreibt die optimale Einstellung des Klickers.
Knast Eine Verwerfung (Buckel) in der Holzstruktur, die dadurch entsteht, dass eine Wunde oder ein abgestorbener Ast von darüber liegenden Holzschichten wieder (geschlossen) überwachsen wird.
Köcher Aufbewahrungsbehältnis für Pfeile, das entweder auf dem Rücken oder seitlich (am Gürtel) ge- tragen wird. Eine Sonderform ist der "Bogenköcher", eine 2 - 3 -teilige Klemmvorrichtung, die direkt am Bogen befestigt wird und ca. 6 Pfeile aufnehmen kann. Ebenfalls als "Bogenköcher" werden Köcher bezeichnet, die einen ganzen (kurzen Reiter-)Bogen aufnehmen.
Kompressionsbruch Bei Überlastung des (Vollholz-)Bogens auf der Druckseite (Bauch) entstehen fühlbare "Knitter- falten" durch herausgedrückte Holzfasern. Ursachen sind Baufehler, falsches Spannen oder generell zu hohes Zuggewicht für das verwendete Holz / Profil. Diese zunächst nur oberfläch- lichen Beschädigungen würden sich im weiteren Gebrauch vertiefen, zunächst vermehrtes Stringfollow und irgendwann Bruch verursachen. Wird der Fehler rechtzeitig entdeckt, kann man durch verstärken der Stelle den Bogen meist "retten". Daher neue Vollholzbogen nach jeder Benutzung darauf hin kontrollieren!
Konterstabilisatoren Siehe auch Seitenstabilisator. Verhindern eine horizontale Verdrehung des Bogens beim Ab- schuss und sind Gegenspieler des Monostabilisators.
Kreuzdominanz Händigkeit und führendes Auge liegen auf verschiedenen Körperseiten, also Rechtshänder mit linksdominantem Auge oder umgekehrt. Menschen mit Kreuzdominanz müssen sich entscheiden, ob sie mit der Bogenhaltung dem Auge oder der Hand folgen. Sinnvoller wäre, dem Auge zu fol- gen, also als Rechtshänder dennoch mit Links die Sehne zu ziehen.
Kriechen Fehler kurz vor dem Lösen. Der Schütze arbeitet nicht weiter konsequent mit Rückspannung, sondern verliert diese; dadurch kommt es zur schleichenden Verringerung der Auszuglänge in Richtung Ziel. Ursache sind meist mangelnde Konzentration oder zu starker Bogen.
Kugelnocks siehe Nocks
Kyudo wörtlich "Bogen-Weg", die traditionelle japanische Form des Bogenschießens. Die Wurzeln dieser Kampfkunst liegen im kriegerischen Schießen auf dem Schlachtfeld und im zeremoniellen, höf- ischen Bogenschießen, das über chinesische Einflüsse von neokonfuzianistischem Gedankengut geprägt wurde. Weltanschauliche Einflüsse stammen auch aus dem Shinto und dem Buddhismus. Die landläufige Bezeichnung "Zenbogenschiessen" basiert aber auf einem Missverständnis.
Der spezielle Bogen,Yumi, ist asymmetrisch und über 2 meter lang und wird mit ein- er besonderen Grifftechnik immer in der linken Hand gehalten und im Abschuss dynamisch ge- dreht. Die Sehne wird in einer Variante des mongolischen Auszugs mit einem Schiesshandschuh bis hinter das rechte Ohr gezogen (Pfeillängen von 80 cm bis über 1 m sind gebräuchlich). Der offizielle japanische Dachverband ist die All Nihon Kyudo Federation (ANKF), die die Prüfungen (die üblichen Dan-Graduierungen und fortgeschrittenen Lehrergrade: Renshi, Kyoshi und Hanshi) überwacht und verschiedene Meisterschaften organisiert, bei denen sowohl Ästhetik und tech- nisches Können wie auch die Zahl der Treffer bewertet werden. Der ANKF ist die European Kyudo Federation (EKF) und die American Kyudo Renmei (AKR) angeschlossen, Deutschland wird in der EKF vom Deutschen Kyudobund (DkyuB) vertreten (sh.: http://www.kyudo.de).
Die ANKF lehrt zwei standisierte Schießstile, die sich in der Art, wie der Bogen auf oder über Kopfhöhe gehoben wird, unterscheiden: Shomen-Stil: Das Shomen Uchiokoshi stammt aus dem zeremoniellen und dem Schießen zu Pferde. Dabei wird der Bogen wird mittig vor dem Körper gehoben. Der Shomen-Stil ist die vorherrschende Standardform innerhalb der ANKF und aus der Honda-ryu abgeleitet, einem eklektizistischen Stil, der von Honda Toshizane um 1900 begründet wurde. Shamen-Stil: Das Shamen Uchiokoshi stammt aus dem kriegerischen Schießen zu Fuß und geht letztlich auf die verschiedenen Zweige der Heki-Ryu zurück. Der Bogen wird nach links ausgestellt gehoben. Neben diesen offiziellen Schießformen der ANKF gibt es die klassischen "Schulen" (Ryu), die in die Vor-Meji-Periode zurückreichen, wie * Ogasawara-Ryu: Legt beson- deres Gewicht auf Etikette und Zeremonien, für die sie neben Reitkunst und Bogenschießen zu Pferde (kisha, Yabusame) seit dem 13. Jahrhundert an den kaiserlichen Höfen verantwortlich war. Heki-Ryu: Bewahrt die traditionelle genaue Schießtechnik zu Fuss (hosha) und den Schlachtfelddrill der Infanterie, die auf das 15. Jahrhundert zurückgeht, in einigen wenigen überlebenden Zweigen wie der Satsuma-ha, Chikurin-ha und Insai-ha. * Takeda-Ryu: (seit dem 15. Jahrhundert) lehrt kisha, traditionelles Bogenschießen zu Pferde, vor allem in der Form des Yabusame. In Deutschland wird seit 1969 vor allem die Heki Ryu Insai Ha unterrichtet, es gibt aber auch vor allem in Süddeutschland Gruppen, die Shomenstil unterrichten.
Kyudobogen jap. Bezeichnung: Yumi. Japanischer Reflex-Langbogen mit einer charakteristischen, asym. Form (Oberer Wurfarm deutlich länger als der untere). Siehe auch Bogenklassen.


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L
Laminatbogen vgl. Compositbogen 
Langbogen Der Langbogen ist ein traditioneller Bogen und entspricht der Urform des Bogens. Der Langbogen wird ohne Hilfsmittel, wie Visier oder Stabis geschossen. Dieser Bogen ist von der Form seiner Wurfarme gerade, verfügt mithin über keinen Recurve, maximal über einen leichten Reflex. Man unterscheidet den engl. Langbogen (mit D - förmigem) und den amerikan. Langbogen (mit fla- chem) Querschnitt. Siehe auch Bogenklassen.
LARP   Abk. für Live-Rollenspiel, oder besser gesagt für "Live Action Role Play" oder auch "Live Acting Role Play". Wird auch oft mit Bogen (Zugkraftbeschränkung 25 - 30#) betrieben. Ausführliche Informationen unter: http://www.larpfaq.de
lbs   sprich "libs" Englisches Pfund (Plural; Singular Ib.), übliches Gewichtsmaß im Bogensport.
1 lb = 0,453 kg. Genau genommen gibt es den Plural gar nicht, aber die Schreibweise hat sich etabliert!  Kurzzeichen ist "#"
Leerschuss = Trockenschuss. Loslassen der Sehne, ohne daß ein Pfeil eingenockt oder falsch eingenockt ist, bzw. abgeschossen wird. Kann die Zerstörung des Bogens und Verletzungen des Schützen zur Folge haben. Zum Leerschuss kann es auch kommen, wenn beim Lösen die Nock bricht.
Leitfeder Siehe Cockfeder.
let off Siehe Cams. Reduktion des Zuggewichts bei Compoundbogen. Gibt an um wieviel Prozent das maximale Zuggewicht bei vollem Auszug reduziert ist.
Ligaschießen Halle / Indoor Liga Hier schießen Mannschaften, bestehend aus drei Schützen, gegeneinander. Jeder Schütze schießt 2 Pfeile auf 18 m (Ligaordnung Stand 2006), alle Schützen müssen ihre Pfeile innerhalb 2 Minuten geschossen haben. Insgesamt werden in einem Wettkampf gegeneinander 4 mal 2 Pfeile von jedem Schützen geschossen, also 24 Pfeile pro Mannschaft. In Deutschland gibt es zurzeit die Bundesliga, die 2. Bundesliga, die Regionalliga und die Landesliga sowie Bezirksligen. 
Links(hand)schütze Entscheidend dafür, ob man jemanden als Linkshand- oder Rechtshandschützen bezeichnet, ist, mit welcher Hand die Sehne gezogen wird. Ziehen Sie die Sehne mit der linken Hand, sind Sie ein Linkshandschütze.
Lösen Siehe Ablass. Man unterscheidet nach Prof E. S. Morse:
 - Primär Ablass, Daumen und Fingerspitze des Zeigefingers greifen/klemmen das Pfeilnock
 - Sekundär Daumen- und mittleres Fingerglied des Zeigefingers greifen/klemmen das Pfeilnock
 - Tertiär Daumen und drei Finger auf der Sehne.
 - Mediterraner Ablass, Zeige, Mittel und Ringfinger auf der Sehne.
 - Mongolischer Ablass, Daumen auf der Sehne, mit oder ohne Daumenring.


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M
Manu
siehe Rattan
Mary Rose Engl. Schlachtschiff, das 1546 vor der Küste Englands sank. Auf diesem Schiff fand man 137 gut erhaltene mittelalterliche Langbogen und div. Zubehör. Schlichte, runde oder abgerundet D-förmige Eiben-Langbogen werden daher auch als Typ "Mary Rose" bezeichnet. Bemerkenswert war die Zugkraft der Bogen: Sie reichte bis zu 185 Pfund.
Mediterraner Griff Von der Zughand befindet sich der Zeigefinger oberhalb, der Mittel- und der Ringfinger unterhalb des Pfeils bzw. Nockpunkts. Siehe Ablass.
Mind-Set innnere oder geistige Vorbereitung und Einstellung zum Training und Wettkampf. 
Mittellinie Bezeichnung der Linie, die sich optisch ergibt, wenn man den Bogen im ungespannten Zustand von der Seite, an der sich die Sehne befindet, betrachtet. Durch die Sehne werden die Wurf- arme optisch geteilt. Bogen mit Schussfenster sind oft bis zur Mittellinie geschnitten, so dass der Pfeil genau gerade in der Mittelinie beschleunigt wird sog. centercut.
Mittelteil auch als Handle oder Riserbezeichnet, ist der mittlere Teil eines Bogens, an dem die Wurfarme angebracht sind.
Mittelwicklung Umwicklung des mittleren Teils der Sehne, auf dem der Nockpunkt fixiert wird. Soll die Sehne vor Abnutzung schützen. Wird meistens aus Mononylon, Fast Flight, geflochtenem oder gedrilltem Nylon hergestellt.
Mittenschnitt = Centercut. Das Bogenfenster ist so weit ausgeschnitten, dass die Sehne zentrisch hinter dem Pfeil liegt.
Monatsringe oder auch Mondringe. Eine sog. Zwischenfladerung innerhalb eines Jahresringes. Manche Hölzer (z.B. Ulme) zeigen innerhalb eines Jahresringes noch eine feinere Struktur, also ringförmige Linien unterschiedlicher Färbung, die sog. "Monatsringe" oder "Mondringe". Bei Schräganschnitt entsteht dadurch zusätzlich zur "Fladerung" durch den Wechsel von (sh.) Früh- und Spätholz eine feine Zwischenfladerung.
Monostabilisator Stabilisator von mindestens 25 Zoll Länge, der an der Front des Bogens befestigt wird und nach vorne (Richtung Scheibe) ragt (FITA)
Mundmarke siehe Kisser. 


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N
Nachhalten
engl. Follow through. Ruhiges Verweilen in Schießhaltung nach dem Schuss, dabei wird nicht der Flug des Pfeiles beobachtet, sondern man spürt dem Schuss nach, d.h. der Schütze re- kapituliert den den gesamten Schussablauf (Stand, Bogenhand im Moment des Lösens, Bogen- arm/ -schulter, Anker, Rückenspannung, Ablass) um ggf. Korrekturen in seinem Schiessver- halten durchführen zu können; beugt einem verfrühten Sinkenlassen des Bogenarms nach dem Lösen und somit Tiefschüssen vor. Das Nachhalten sollte eine natürliche Reaktion werden, da es tatsächlich ein Teil des Lösens und keine eigenständige Bewegung ist. Wenn das Nach- halten natürlich ist, wird die Zughand, die sehr entspannt sein sollte, nach hinten gehen und solange wie möglich in Kontakt mit dem Kinn bleiben und der Kieferknochen Linie folgen. Der Ellenbogen sollte seitlich nach hinten gehen mit einer natürlichen Abwärtsbewegung. Die Zug- hand soll während des Nachhaltens nicht auf die Schulter fallen, weil dies dazu führt, dass der Ellbogen zu weit absinkt. Zusätzlich sollte man sich vorstellen, dass sich der Bogen gerade auf das Ziel zu bewegt, obwohl der Bogenarm sich, durch die drehende Bewegung, etwas nach links bewegt (bei RH Schützen).
Zum Abschluss des Nachhaltens müssen Körper und Geist zum nächsten Schuss bereit ge- macht werden. Jede physische oder mentale Anspannung durch den vorherigen Schuss muss gelöst werden. Um dies zu erreichen sind einige tiefe Zen Atemzüge (siehe dort) empfohlen. Dies ist auch die Zeit für unemotionales analytisches Rückschlüsse. Leichter gesagt als getan, besonders nach einem nicht perfektem Schuss. Wie auch immer, da die Ergebnisse auf der Scheibe rechtskräftig sind, liegt der einzige Vorteil in analy- tischer Betrachtung. Es ist sehr wichtig, das der Schütze lernt, den Schuss zu "fühlen", damit jede technische Abweichung während des Schusses erkannt und in folgenden Schüssen kor- rigiert werden können. Nur die tatsächliche Position des Pfeils auf dem Ziel sollte interessant sein, da sie Rückschlüsse auf den Prozess und anderer Annahmen wie Wetter Bedingungen zulässt.
Nachzielen siehe Nachhalten
Naturfedern meist von Truthahn oder Gans verwendete Federn, in der Regel verwenden Rechtshandschützen Federn von der rechten Schwinge des Vogels, Linkshandschützen von der linken Schwinge. Aber es geht auch anders herum (siehe auch Befiederung). Ich konnte noch keine großen Unter- schiede im Flug bzw. Gruppierungsverhalten feststellen. Wichtig ist nur, dass an dem betreff- enden Pfeilschaft immer  die selben Federn (rechter oder linker Flügel) verwendet werden. Eine Seite der Feder ist glatt, die andere weist einen höheren Luftwiderstand auf, dadurch wird der Pfeil in eine Längsrotation (Drall) gezwungen. Die Verwendung von auch gefundener Federn geschützer Vögel stellt einen Verstoss gegen das Naturschutzgesetz dar.
Nockboden ist bei Pfeilen der Boden der Nockenkerbe, also die tiefste Stelle im Nock. Es ist die Stelle, mit der der Pfeil auf der Sehne aufliegt und an der sich die Fingerinnenseite beim Ziehen befindet.
Nock(e) Einkerbung am Ende des Pfeilschaftes, mit der der Pfeil auf die Sehne aufgesetzt wird. Für Alu- minium- und Carbonpfeile gibt es sowohl einsetzbare wie aufschiebbare Nocks aus Kunststoff. Bei Holzpfeilen wird entweder der Schaft nur eingekerbt ( siehe Selfnock), eine Kunststoffnocke aufgesetzt, oder ein Stück Hartholz oder Horn angespleisst, das dann die Kerbe erhält. Kunst- stoffnocks sind meistens als Klemmnocks ausgeführt. Eine Sonderform ist die Kugelnock oder auch Zapfenkugel, die ein entsprechend passendes Lager erfordert, das in die Sehne eingear- beitet wird. Pfeile von Naturvölkern, die als Sehnenmaterial Bambusstreifen o.Ä. verwenden, haben keine Nocke sondern werden nur stumpf auf die Sehne gesetzt.
Nocken oder Sehenöhrchen, Schlingen am Ende der Sehnen; siehe auch  flämisch Spleiss.
Nocklehre siehe Selfnockrohr
Nockpunkt Markierung auf der Sehne, die anzeigt, wo der Pfeil aufgesetzt werden muss. Der Nockpunkt wird meist mit Metallklammern (Klemmnockpunkte) oder durch eine Wicklung fixiert. Er muss immer an derselben Stelle an der Sehne angebracht sein und darf sich nicht verändern. Zum Festlegen des Nockpunktes dient der Checker. Um Sicherzustellen, dass der Nockpunkt immer auf der selben Höhe liegt, sollte nach dem Aufspannen des Bogens auch grundsätzlich die Standhöhe nachgemessen werden.
Nockpunktüberhöhung Der obere Nockpunkt soll ca. 8mm bis 10mm über dem höchstgen Punkt der Pfeilauflage sein. Dafür den Checker an der Mittelwicklung einlegen und auf die Pfeilauflage schieben. Aussagen über die richtige Einstellung der Überhöhung bietet der Blankschaft-Test.
Nockpunktzange Spezialwerkzeug zum Anbringen von aufgeklemmten Messing-Nockpunkten.
Nockwicklung Bei direkt in den Holzschaft geschnittenen Nocks (selfnocks) empfiehlt es sich, ca. 1 cm unmittelbar unter dem Nockenschlitz mit einem reißfesten Garn stramm zu umwickeln. Dies verhindert, dass der Schaft durch die Sehne gespalten wird, und verbessert nebenbei die Griffigkeit. Als Material eignet sich besonders hochwertiges Leinengarn. Fixiert werden kann dies mit Holzleim (vor dem Finish).
Nullpunkt engl. point blank. Entfernung, bei der der Pfeil das Objekt trifft, auf das die Pfeilspitze zeigt wenn der Schütze über diese zielt.


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O
Off the shelf Schießen mit Pfeilauflage oberhalb des Schussfensters.
On the shelf Schießen vom Shelf, also der Unterkante des Schussfensters. Wird oft auch als "Schiessen über's Shelf" bezeichnet.
Offener Stand Position der Füße auf der Schießlinie, bei der der linke (bei Rechtshändern) Fuß hinter einer gedachten Linie zwischen dem rechten Fuß und der Zielscheibe plaziert ist.
Osage Orange lat. Maclura pomifera, Bogenholz aus USA oder z.B. Ungarn. Vom Holzcharakter vergleichbar mit einheimischem Robinien-Kernholz, jedoch noch leistungsfähiger bzw.  druckresitenter. Aus Osage lassen sich sowohl Langbogen mit sehr hohen Zuggewichten wie auch sehr kurze und damit schnelle Bogen herstellen. Die Bearbeitung erfordert allerdings einige Erfahrung, da es extrem hart ist und leicht splittert. Charakteristisch ist die gelbe Farbe, die erst nach Jahren in ein Honigbraun übergeht. Verwendet wird nur das dunklere Kernholz.
overbuilt sinngemäß: überzogen gebaut, d.h. mit zu viel Sicherheitsreserve gebauter Bogen (also zu dick, zu breit, zu lang). Er wird zwar fast nie brechen, aber auch wegen des hohen Wurfarmgewichts nicht besonders gut werfen.
Overdraw Bei einem Overdraw handelt es sich um eine Pfeilauflage, bei der der Pfeil näher an der Sehne aufgelegt wird. Ziel ist es, kürzere Pfeile schießen zu können, die dann schneller fliegen und eine flachere Flugbahn haben. Die Präzision leidet aber unter Umständen.
Wird nur bei Compoundbögen benutzt. Die Länge des Over Draw ist durch die Regeln der FITA begrenzt.
overlay Verstärkung der Wurfarmenden im Bereich der Sehnenkerben. Beugt dem Ausreißen vor und verhindert Beschädigungen des Bogenrückens durch "Einsägen" der Sehne, tritt verstärkt bei der  Verwendung dünner Sehnen in der Regel von Fastflight-Sehen auf. Hergestellt aus Hartholz, Horn, Knochen oder Verbundkunststoff. Sonderform "gewachsenes Overlay": Ein oder mehrere Ringe der über dem Bogenrücken liegenden Holzschichten werden im Bereich der Sehnenkerben stehen gelassen.
ÖBSV Österreichischer Bogensportverband
Öllinie Oberkante des fetthaltigen Bereichs bei Naturfedern. Vögel fetten ihre Federn regelmäßig mit körpereigenem Fett aus der Bürzeldrüse. Hält man eine nicht entfettete Feder gegen das Licht, kann man über dem Kiel bis etwa zur halben Höhe der Strahlen den gefetteten Bereich erkennen. Federn mit hoher Öllinie sind besonders unempfindlich gegen Feuchtigkeit, daher ist dies ein Qualitätsmerkmal. Kann beim Befiedern spez. auf Aluschäften gerne mal Probleme bereiten, die Abbindezeit des Klebers isrt deutlich erhöht, auserdem kann es notwendig sein, zusätzlich zum Schaft auch noch den Kiel der Feder zu entfetten.


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 P
Papiertest Durch einen kurz (je nach Bogentyp) vor dem Schützen aufgespannten Blatt Papier (z.B. Zeit- ungsseite) werden mehrere Pfeile geschossen. Aus dem Erscheinungsbild der Löcher kann man erkennen, ob die Pfeile "sauber" (= gerade) aus dem Bogen kommen, bzw. nach wo sie abwei- chen. Bei Bogen ohne Schussfenster wegen des Archers Paradox (siehe dort) nur bedingt verwendbar.
Parabol Federform
Paradoxon siehe Archers Paradox
Parcours  Längere Strecke im Gelände, auf dem mehrere Tierscheiben oder 3-D Tiere aufgestellt sind.
Passe Eine Passe ist ein beim Bogenschießen gebrauchter Begriff für das einmalige Schießen und Pfeile holen. Dabei wird unterschieden zwischen 3-Pfeil-Passen (3 Pfeile schießen und dann holen) und 6-Pfeil-Passen (6 Pfeile schießen und dann holen). 3-Pfeil-Passen werden in der Regel auf Meisterschaften in der Halle geschossen, 6-Pfeil-Passen werden im Freien geschossen, um die lange Zeit beim Holen der Pfeile zu verkürzen. Bei Ligawettkämpfen werden mehrere Schützen in der Passe zusammengefasst, so schießen in der Bundes-und Regionalliga drei Schützen mit je 2 Pfeilen eine Passe.
Peep (-Sight)
= Sehnenvisier. Ein Peep-Sight ist ein kleines Plastik- oder Metallobjekt, daß in die Bogen- sehne eingelegt und eingebunden wird. Es hat ein kleines Loch, durch das Du durchsehen kannst. Bei vollem Auszug, zentriere Deinen Zielstift/Scope in  diesem Peep-Loch bevor Du ablässt.  Ist mit der Kimme oder dem Diopter der "Krawall"-Schützen vergleichbar.
Penobscot-Bogen Bogen der Penobscot-Indianer. Ein kurzer Bogen mit einem Kabelbacking aus Sehne oder Rohhaut, das nicht direkt auf die Wurfarme aufgebracht, sondern in der Mitte und am Ende in eigene Kerben eingehängt wird. In der Mitte wird dafür ein zusätzliches Holzstück auf dem Griff befestigt, so dass das "Backing" frei über dem Wurfarm steht, und sich nur weiter oben anlegt. Diesen Bogen könnte man als den ersten Compound-Bogen bezeichnen.
Perry -Effekt Leistungssteigernde Bauart für in Schichten verleimte Bogen. Bei diesen treten im Bereich der Klebefuge sog. Scherkräfte auf, da die Schichten, wären sie nicht verklebt, sich bei Krümmung zueinander verschieben (abscheren) würden. Da der Kleber dies verhindert, baut sich im Material Spannung auf. Werden die Laminate beim Verleimen nun reflex gekrümmt, bauen sich im Material beiderseitig der Klebefuge bereits im entspannten Zustand Vospannnungen auf, da der Bogen schon im ungespannten Zustand in die gerade Form "zurückdrängt". Somit entstehen im Material bei gleichem Auszug höhere innere Spannungen als bei gerade verleimten.
Pfeil engl. Arrow ein stechendes, betäubendes oder schneidendes Projektil, welches von einem Bogen geschossen wird. Kann aus folgenden Teilen bestehen: Pfeilspitze, Widerhakenstück, Vorschaft, Schaft, Befiederung, Nock sowie Umwicklungen.Traditionell hergestellt, sind diese Pfeile aus Holz mit Pfeilspitzen aus Stahl, Messing oder Aluminium gefertigt. Die Befiederung (meist aus Truthanfedern oder Gänsefedern) wird mittels Befiederungsgerät um 120 Grad versetzten aufgeklebt. Die Fadenwicklung am Befiederungsanfang schützt einerseits die Bogenhand und andererseits die Befiederung. Natürlich sieht die Wicklung auch noch schön aus und macht den Pfeil einfach traditionell kompletter. Die Nocken können aufgeklebt oder in den Holzschaft eingearbeitet sein. Im FITA-Bereich gibt es Aluminium- und/oder Carbonpfeile in den unterschiedlichsten Stärken und Längen. Um den entsprechenden Pfeil herausfinden zu können, sollten mindestens die Auszuglänge und das Zugewicht des Bogens bekannt sein.
Pfeilanlage entsprechend der Pfeilauflage die seitliche Fläche, wo der Pfeil den Bogen berührt; siehe auch Button.
Pfeilauflage Hilfsmittel zum Auflegen des Pfeils, das am Schußfenster oder, bei Bogen ohne Schussfenster, seitlich am Griffbereich montiert wird. Die Pfeilauflage gibt es in unterschiedlichsten Ausführ- ungen, sie erfüllt jedoch immer den gleichen Zweck, den Pfeil zum Mittelpunkt des Buttons auszurichten und ihm Halt zugeben. Zu den Ausführungen zählen unter anderen Kunststoff- auflagen, die allerdings auch nicht sehr lange halten, für sie spricht wiederum eine einfache Montage und der recht niedrige Preis. Wegklappende Metallfinger sind da schon besser. Es gibt sie auch mit Magnetsystemen, oder die einfacheren mit Federn, die den abstehenden Auflage- finger in der Position halten, aber auch ermöglichen, das sie nachgeben (einklappen), um die Befiederung des Pfeils nicht zu beschädigen und vor allem, den Pfeil selbst nicht schon beim Abschuss aus der Pflugbahn zu bringen. Bei Compoundbogen sind Systeme erforderlich, die nicht seitlich am Bogenfenster liegen wie bei den Recurve, sondern frei liegende Drahtbügel, Metall- blättchen usw. Es werden dabei sowohl Durchschussauflagen (die Centerfeder liegt unten und wird zwischen den oben offenen Bügeln hindurch geschossen). Auch Klappauflagen werden benutzt. Sie sind durch elastische Teile mit dem  Kabelsystem verbunden, die dann beim Aus- ziehen die Auflage in die Abschussposition hochziehen, um dann beim Schuss die Auflage zurück klappen zu lassen. Sie soll somit dem Pfeil berührungsfrei einen ungehinderten  Flugbeginn er- möglichen. Es werden auch so genannte Tunerblocks verwendet, die sowohl in Höhe und Seite mikrofein einstellbar sind. Nahezu alle Auflagen haben Elemente, die beweglich sind und nach- geben.
Pfeilhölzer siehe Schaftmaterial
Pfeilkleber engl. arrow-cement. Klebstoff, der für die Befestigung der Pfeilspitze am Schaft verwendet wird. 
Pfeilspitze engl. Arrowhead der Teil des Pfeiles, mit welchem eine Wunde zugefügt wird. Eine primitive Steinpfeilspitze besteht aus: Spitze, Flächen, Schneiden, Basis, Heft sowie den Facetten.
Pfeilsuchgerät Metall-Dedektor, der hilft, einen Pfeil im Gras oder ähnlichem Bewuchs wieder zu finden. Spricht bei Holz- und Carbonpfeilen auf die Metallspitze an.
Pfeilzieher Greifhilfe, die es ermöglicht, ohne Abzurutschen einen Pfeil aus einem festen Material herauszuziehen.
Pfund Im Bogensport wird in engl. Pfund (engl. pounds, lbs) gerechnet! Vgl. lbs. Abk.: #
Pistolengriff Dies ist das Griffstück im Mittelbereich des Bogens. Das Griffstück kann der Bogenhand ent- sprechend ausgeformt sein. Man unterscheidet den tiefen, mittleren und hohen Griff.
Pivot-Punkt bezeichnet in der Technik den Drehpunkt, um den ein Gerät gedreht werden kann, aber auch den Schwerpunkt oder auch Gleichgewichtspunkt. Beim Bogen ist es der Punkt, bezogen auf die Längsachse, bei dem sich der Bogen in der Waage hält. Dieser Punkt sollte idealerweise (es gibt immer Ausnahmen) mit der tiefsten Stelle am Griff übereinstimmen (Druckpunkt am Daumen- ballen), sodass der Bogen im Abschuß ausballanciert ist. Der Button befindet sich dann genau oberhalb dieses Punktes. Um die Differenz des Abstandes des Buttons zum Pivotpunkt muß der untere Bogenarm getillert werden.
Point blank engl. für Nullpunkt.
Popinjay Vogelschiessen, Wettkampfart, bei der fast senkrecht nach oben geschossen wird.
Port Orford Ceder Holz für Pfeilschäfte, das nur noch schwer zu bekommen ist, da die Bäume (durch Pfeilmacher) so dezimiert wurden, dass sie heute geschützt werden müssen! Im Handel meist als "Zeder" bezeichnet, botanisch (Chamaecyparis lawsoniana) keine echte Zeder, sondern im deutschen die Scheinzypresse.
Primitive-Bow Bogenklasse für Bogen aus natürlichen Materialien, die keineswegs im umgangssprachlichen Sinne "primitiv" gemacht sein müssen.
Propellerholz oder Propellerwuchs siehe Drehwuchs.
Pyramidalbogen (seltener: Pyramedial-) Bogen mit vom Rücken/Bauch her gesehen ausgeprägter Dreiecksform des Wurfarms. Während die Breite an der Sehnenkerbe meist zwischen 1 und 2 cm liegt, kann sie griffnah an der bereitesten Stelle zwischen 5 und 10 cm betragen. Der Breitenverlauf ist dabei linear. Der Typ des Pyramidalbogens bietet sich  für geringer druckfestes Holz an, da die Belastung auf viel Fläche verteilt wird. Durch den starken "Taper" in der Breite fällt hingegen der Taper in der Dicke relativ gering aus! Oft liegen zwischen dickster und dünnster Wurfarm-Stelle nur 5 mm Differenz, im Extremfall ist die Dicke über den ganzen WA konstant.


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Q
Querschneider Pfeilspitze (Jagdspitze), die eine Klinge (Metall oder Feuerstein) hat, die rechtwinklig zur Längsachse des Pfeils steht. Häufige, sehr effektive Klingenform in der Steinzeit, da aus Feuerstein leichter herzustellen als Dreiecksformen.
Quiver engl. Köcher


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R
Rattan auch als Manau bezeichnet, Handelsbezeichnung für das Holz einer lianenartig wachsenden Palmenarten-Gruppe. Leicht und sehr elastisch. Zum Bogenbau geeignet.
Rechts(hand)schütze Der Schütze hält den Bogen mit dem Linken Arm und zieht die Sehne mit dem rechten. Ent- scheidend dafür, ob man jemanden als Rechtshand- oder Linkshandschützen bezeichnet wird, ist die Art und Weise, mit welcher Hand die Sehne gezogen wird. Ziehen Sie die Sehne mit der rechten Hand, sind Sie ein Rechtshandschütze. Ausschlaggebend, ob jemand mit der linken oder rechten Hand zieht, ist das dominante Auge (siehe dort). Man sollte immer mit der Hand ziehen, die dem dominanten Auge näher ist.
Recurve (Bogen) Dies ist ein Bogen mit nach vorne gebogenen Wurfarmen. Meist sind die Wurfarme im letzten Drittel stark entgegengesetzt gebogen. Die zwei zusätzlichen Bögen verhelfen zu einer starken Pfeilbeschleunigung. In diesem Teil des Bogens wird beim "arbeitendem" (engl. "working") also mitbiegendem Recurve die meiste Energie gespeichert. Beim starren (auch "static") Recurve wird lediglich durch den Hebeleffekt eine zusätztliche Beschleunigung erreicht.
Reflex Man zieht eine imaginäre Linie zwischen den Punkten am Mittelteil, wo die Wurfarme auf jeder Seite enden. Die Position der Griffmulde im Verhältnis zu dieser Linie definiert ein deflexes oder reflexes Mittelteil.Von einer reflexen Bogenform spricht man, wenn sich der Bogen im entspann- ten Zustand, in Schussrichtung gesehen, in einem größeren Bereich vom Schützen wegbiegt. Biegen sich jedoch nur die Wurfarmenden so ist es ein Recurve. 
Reflex/Deflex Kombination aus Reflexen und Deflex in einem Bogen; meist in der Form, dass die Enden reflex sind (oder sogar Recurves), das Mittelteil aber deflex, also vom Schützen weg gewölbt. Der Bogen hat, von der Seite gesehen, eine Doppel-S-Form. Deflexe Mittelteile verschenken zwar Leistung, sind aber sicherer zu spannen und liegen beim Schuss ruhiger in der Hand, der Bogen schießt sich weniger giftig, ist also fehlerverzeihender.
Reiterbogen Kurzer Bogen, der besonders geeignet für das Schießen vom Pferd ist. Hauptgruppen sind die indianischen Bogen (breite oder propellerförmige Flachbogen) und asiatische ("mongolische") Bogen, mit Siyahs, in Schussrichtung abgewinkelten Aufsätzen, in die die Sehne eingehängt wird, und die als statische Recurves wirken.
Release  engl. das Lösen der Sehne durch die Zughand. 
Bei einem Compoundbogen steht der Begriff Release für eine mechanische Einrichtung, welche betätigt werden muß, um die Sehne lösen zu können. Diese mechanischen Vorrichtungen gibt es mit Daumenauslösung, mit Rückenzugauslösung (Backtension- Relases) oder zum Lösen mit dem Zeigefinger bzw. Mittelfinger (Handgelenksrelease).
Reuegeld Schadensersatzzahlung an einen Veranstalter. Bei Turnieren und ähnlichen Veranstaltungen wird oft ein Reuegeld eingefordert. Dieses kann niedriger, gleich oder höher als das Startgeld sein, oft gilt: "Startgeld ist Reuegeld". Das bedeutet, dass bei Absage einer verbindlichen Anmeldung das bereits gezahlte Startgeld nicht zurück erstattet, sondern als Reuegeld einbehalten wird. 
Riser engl. Anheber = Griff des Bogens. Verstärkung des Bogenstabes im Griffbereich, um ihn dort steif zu machen und die Stoßfuge der Laminate zu verstärken. Bei Kompositbogen aus einem seperatem Stück Holz gearbeitet. Bei Selfbows kann man in dem Bereich den über dem Bogen- rücken liegenden Jahresring stehen lassen.
Robin-Hood-Schuss Treffer eines Pfeils in die Nocke eines anderen, der in der Scheibe steckt. Nach der Legende bewies Robin Hood mit einem solchen Schuss seine Schießkunst. Hier ein kleines Filmchen dazu.
Rohschaft-Test siehe Blankschaft-Test
Roving oder Roven. Schießen im Gelände auf natürliche Ziele (Baumstümpfe, Farnbüschel, Blätter, Pilze etc., (natürlich nicht auf intakte Bäume oder Lebewesen!). Am besten zu mehreren, wer einem Ziel am nächsten kommt, bestimmt das folgende Ziel. Unterhaltsam, trainiert das instinktive Einschätzen der Entfernung und das Schießen aus unterschiedlichen Standpositionen.


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s
Saubuckel
Federform
Schabhobel Hobel mit nahezu senkrecht stehendem Messer, das nach dem Prinzip einer Ziehklinge arbeitet und sehr dünne Holzschichten, auch bei ungünstigem Faserverlauf, abnimmt.
Schaft Rundmaterial aus Holz, Aluminium, Carbon. Pfeil ohne Nocke, Spitze und Befiederung, mit einem auf den Bogen abgestimmten Spinewert. Der Schaft sollte auf den jeweiligen Schützen sowie den Bogen abgestimmt sein. Die Stärken sind meist in Zoll/Inch angegeben. Gebräuchlich sind bei Holzschäften, je nach Zuggewicht, 3 Schaftstärken: 5/16 (8 mm), 11/32 (9 mm) oder 23/64 (9,5 mm). Bei Aluminiumschäften wird die Schaftstärke mit einer vierstelligen Zahl angegeben, z.B. 1816. Die „18" steht dabei für den Außendurchmesser, gemessen in 00/64 Zoll, während die „16" die Wandstärke in tausendstel Zoll angibt.
Schaftgewicht Eigengewicht des Schaftes, angegeben in meistens in Grain. Die Pfeile eines Bogens sollten alle in etwa gleich schwer sein, sonst hat man eine große Streuung in der Höhenlage. Schäfte mit höherem Gewicht sind langsamer, übertragen aber mehr Energie. 
Schaftmaterial Schaftmaterial Für traditionelle Pfeile: Holz (Schneeball, Hartriegel, Zitterpappel (Espe), Zeder, Kiefer, Lärche, Esche) oder Bambus, ansonsten Aluminium, Kohlefaser, oder Verbundwerkstoffe (Alu/Carbon, sog. ACC). 
SeitenanfangScheibenauflage Papier mit einer farbigen Ringeinteilung oder aufgemalten Tieren, das auf der Zielscheibe be- festigt wird und als Ziel dient. Das Treffen einer bestimmten Einteilung hat eine bestimmte Wer- tung zur Folge.
Die Scheibenauflagen beit FITA-Turnieren müssen eine Kennzeichnung der FITA - Lizenz aufweisen. Die Auflagen bei der Disziplin FITA - Runde im Freien sind in 10 Ringe eingeteilt, wobei vom Zentrum aus jeweils 2 Ringe zu verschiedenen Farbzonen zusammengefasst sind.
10 und 9 = gold, 8 und 7 = rot, 6 und 5 = blau, 4 und 3 = schwarz, 2 und 1 = weiß.
Für die Compoundschützen gilt die verkleinerte innere 10 als HIT. Diese Kennzeichnung (genannt X) ist auch im Freien vorhanden, wird dort allerdings als Innenzehner gewertet. Bei Ringgleichheit gewinnt der Schütze mit den meisten Innenzehnern (X'ern). Die Ringe 1 und 2 entfallen völlig.
Bei der FITA - Feldldbogenrunde werden Zielscheiben im Gelände entlang eines Rundkurses aufge- stellt. Die Scheiben sind schwarz, nur der innerste Ring ist gold gefärbt. Die Ringzahl geht von 5 bis 1.Trifft man die Auflage nicht, so wird das als M = missed gewertet. Der Zehner-Bereich für Compoundschützen ist in der Halle (18 m) kleiner als der für Recurve-Schützen und ist extra eingezeichnet.
Scheibenbogen Bezeichnet einen komfortablen und fehlerverzeihenden Bogen, der damit besonders für das Schiessen auf Turnierscheiben bzw. in der Halle geeignet ist. Der Bogen sollte etwas länger, und weich zu ziehen sein, und kein zu hohes Zuggewicht (35 bis 45#) haben.
Scheibenkörper hat nach FITA-Regeln die Abmessungen von 125 cm im Durchmesser oder Quadrat. Die Scheibe hat einen Neigungswinkel von 15° und das Zentrum der Scheibe muss sich in einer senkrechten Höhe, gemessen vom Boden, auf 130 cm ± 5 cm befinden.
Scheibenmaterial Es gibt viele Materialien, die sich als Zielscheibe eignen. Grundbedingung ist, dass die Pfeile zuverlässig gestoppt werden, ohne Schaden zu nehmen. Der Klassiker ist Stroh. Gewickelt aber nur für Kinderbogen geeignet, verpresst als Turnierscheibe verbreitet (Stramit). Die High-Tech- Variante ist Ethafoam, ein Schaumkunststoff. Improvisiert werden kann mit Strohballen, Well- pappenstapeln oder mit Lumpen gefüllten Säcken. Recyclingscheiben sind aus Säcken, die mit Folienresten gefüllt sind, oder in 3 Schichten verklebte Schaumstoffmatratzen. 
Scheibenpanik engl. Targetpanic oder Goldangst - siehe Goldfieber
Schiesshandschuh Handschuh (in der Regel aus Leder) mit 3 Fingern, der Zeige-, Mittel- und Ringfinger der Zughand schützt. Siehe auch Tab.
Schlangenbogen Bei einem Baum, der in der Längsachse wellig, also schlängelig gewachsen ist, lässt sich mit einer geschickten Wahl der auszustemmenden Bogen im Stamm zu einem "Schlangenbogen" ("Snakey") verarbeiten. Wichtig ist dabei, dass die Enden und die Griffmitte in einer Linie liegen, die "Schlängelungen" an beiden Wurfarmen in etwa symmetrisch oder gespiegelt vorhanden sind und die Mittellinie immer noch im Bereich des Holzes liegt und nicht daneben. Gelingt das, kann so ein Bogen "normal" funktionieren.  
Schraubspitze Pfeilspitze für Alu-Pfeile, die in ein Insert geschraubt werden das zuvor in den Schaft eingeklebt wurde; oder Pfeilspitze für Holzpfeile, die ohne Kleber mittels selbstschneidendem Gewinde auf- geschraubt werden (für konische oder parallele Schaftenden erhältlich).
Schussfenster siehe Bogenfenster.
Schwimmen Schwanken des Bogenarms beim Zielen.
Schwänzeln Seitliche Pendelbewegung des Pfeils im Flug. Kann unterschiedliche Ursachen haben: Unsymmetrische Befiederung, krummer Schaft, unsauberer Ablass, falscher Spinewert, Seitenwind.
Scope Vergrößerungsglas mit Zielpunkt, das am Visier befestigt wird (nur mit Peep Sight zu verwenden). Ist lt. Regelwerk derzeit nur am Compoundbogen erlaubt
Sehne Schnur, die den Bogen spannt. Traditionell aus Tiersehnen, Rohhaut, Hanf, oder Leinen (Flachs). Die heute bebräuchlichen Sehen bestehen aus Kunststoff z.B.: Dacron (B50) oder aus Fast- Flight in verschieden Strangzahlen. Gebräuchlich sind 14, 16 oder 18 Strang. Je mehr Stränge umso dicker wird die Sehne und umso langsamer wird der Pfeil geworfer. Die Sehne hat die Auf- gabe, die gespeicherte Energie in den Wurfarmen an den Pfeil zu übertragen. Im englischen wird die Sehne als String bezeichnet. Die Sehne benötigt ab und zu ein wenig Wachs, damit sie ge- schmeidig bleibt und das sie bei Regen kein Wasser aufnehmen kann. Zusätzlich ist das Wachs ein Schutz, um Beschädigungen zu vermeiden.
Sehnenbelag = Sehnenbacking. 2 - 4 Schichten aus aufgefaserten Tiersehnen, die mit Hautleim auf den Bogenrücken aufgeklebt werden. Erhöht die Bruchfestigkeit und massiv die Leistungsfähigkeit des Bogens; evtl. so sehr, dass dies der Bogen nur übersteht, wenn gleichzeitig an der Bauchseite eine Schicht aus Horn aufgebracht wird.
Sehnenbrett wie der Sehnengalgen eine Hilfskonstruktion zum Herstellen einer Bogensehne.
Sehnendämpfer Ein in die Sehne bei ca. 1/4 und 3/4 Länge eingefochtenes Büschel aus weichem Material (Fell, Stofffäden, Kunstfasern, Gummifäden), das die Eigenschwingung (Nachschwingen) beim Schuss abdämpft, und so Vibrationen und Schussgeräusch reduziert. Wir inzwischen auch von Com- poundschützen, natürlich aus anderem Material, eingesetzt um die Virbationen beim Abschuss zu minimieren.
Sehnengalgen Vorrichtung zum Wickeln einer Bogensehne.
Sehnenhalter Transporthilfe, die verhindert, dass die Sehne herumschlabbert oder abfällt. 1. In ein Loch oberhalb der Sehnenkerbe eines Wurfarms ist eine kurze Schnur (oder Lederstreifen) eingezogen und mit der Sehne verbunden. 2. Ein Lederhaube mit einer Schnur wird auf das Wurfarmende geschoben und mit der Schnur die Sehnenschlaufe fixiert. Die Länge der Halteschnur ist in bei- den Fällen so bemessen, dass die Sehne im abgespannten Zustand (ohne Spannung) gestreckt gehalten wird.
Sehnenkerben Seitliche Einkerbungen am Wurfarmende, in die die Schlaufe der Sehne (Sehnenöhrchen) eingehängt wird, um den Bogen zu spannen.
Sehnenöhrchen engl. Eye oder Noose, auch als Sehenauge bezeichnet. Ringschlaufen an den Enden einer Bogensehne. Im englischen wird mit eye die in das obere Nock eingehängte Schlaufe bezeichnet diese ist meist größer gefertigt als die un- tere, während die untere Schlaufe mit noose, bezeichnet wird.
Sehenschatten Verschwommen, schattenhaft wahrgenommene Bogensehne bei Vollauszug im Ankerpunkt. Da die Augen auf den Zielpunkt ausgerichtet und auf ihn scharf gestellt sind, kann die Bogensehne, so sie sich denn überhaupt im Blickfeld befindet, nur undeutlich wahrgenommen werden. Dennoch kann ihr schattenhaftes Abbild dafür herangezogen werden, die Ausrichtung (Drehung) des Kopfes, und somit den seitlichen Abstand Auge-Sehne zu kontrollieren. Dafür wird beachtet, wo auf dem Bogen sich der Sehnenschatten abbildet. Durch die zwangsweise gerade Linie, die sich zwischen Auge, Sehnenschatten und Abbildung am Bogen ergibt, ist der Abstand Auge-Sehne jedes mal dann gleich, wenn der Schatten an der selben Stelle auf dem Bogen steht. Dabei ist es weniger wichtig, welche Stelle dies ist, so lange es nur immer dieselbe ist.
Traditionelle Schützen, die weiter hinten und/oder seitlich ankern, können die Beachtung des Sehnenschattens deshalb nicht verwenden. Überwiegend wird er von Schützen zur Kontrolle verwendet, die mit Untergriff die Sehne vor dem Gesicht ankern oder mit Visier schiessen.
Sehnenschemel Erhöhte Sehnenauflagen bei Reiterbögen, die auf den Siyahs befestigt sind und einen "Katapult- effekt" bewirken.
Sehnenschlaufe siehe Sehnenöhrchen
Sehnenstand siehe Standhöhe
Sehnenteiler engl. Stringseperator Werkzeug zu teilen und "offenhalten" der Sehenstränge in gespanntem Zustand. Wird benötigt um z.B. ein Peep einzusetzen.
Sehnenwachs Die Sehne sollte regelmäßig gewachst werden.
Grund: 1.um geschmeidig zu bleiben. 2. als mechanischer Schutz, 3. Schutz vor UV-Strahlen,
4. um Wasser abweisen zu können. Hier kann z.B. Bienenwachs oder auch künstlich herge- stelltes Wachs verwendet werden.
Sehnenwicklung Umwicklung der Sehne im Bereich der Sehnenöhrchen und/oder Mittelteil (Mittelwicklung) zum Schutz gegen Beschädigung durch Abrieb. Meistens aus Nylon (monofil, geflochten oder gedrillt).
Seitenstabilisator In der Regel handelt es sich hierbei um einen Stab aus Carbon, der mit Gewichten am Stangen- ende versehen und in der Regel an der sogenannten Spinne oder V-Bar angebracht ist. Die Sei- tenstabilistoren absorbieren die Schwingungen, die beim lösen durch die Wurfarme auf das Mittelstück übertragen werden. 
Selfnock Ist in einem Holzschaft eingearbeitete Nocke. Wird am Schaftende mittels einer Säge einge- schnitten und so gearbeitet, dass der Pfeil auf die Sehne aufgenockt werden kann.
Selfnockrohr Hilfswerkzeug zum einfachen und präzisen Herstellen von Selfnocks.
Set siehe Stringfollow. Normale Anpassung eines Vollholz-Bogens an die Biegebelastung. Der Bogen bleibt dauerhaft leicht in Zugrichtung gekrümmt. Dies ist weder ein Fehler noch bedenklich, son- dern die natürliche Reaktion des Materials. Nach dem Einschießen (min. 500 Schuss) sollte das Holz "sich gesetzt haben", das Set ist abgeschlossen, das Stringfollow sollte nicht weiter zu- nehmen.
Setback manchmal auch "set back" geschrieben; Reflex, also gegen die Schussrichtung gebogenes Mittel- teil des Bogens. Dadurch sind die Wurfarme leicht in Schussrichtung geneigt, was zu einer Leist- ungssteigerung, aber auch zu einer höheren Belastung des Materials führt. Außerdem sind solche Bogen schwieriger zu spannen, da sie sich leichter wegdrehen können
Sheaf   engl. Bündel (bezogen auf Getreide auch Garbe). Beim Bogenschießen meint es eine Mengen- einheit an Pfeilen, wobei in der Literatur die Angabe der damit bezeichneten Menge schwankt (24 bis 36)
Shelf Bei Bogen mit Schussfenster die untere, waagerechte Kante des Fensters. Ist das Shelf in Schussrichtung gewölbt gearbeitet, kann es als Pfeilauflage dienen, dann meist mit Leder- oder Filz- oder Fell-Auflage versehen, zum Schutz des Bogens und der Pfeile.
Shield Federnform
Sicherheit ist ein wichtiger Aspekt im Bogensport. Egal ob auf dem Bogenplatz , auf dem Feld oder im freien Gelände. Die Schiessordnung des DSB gibt einen guten Überblick über die Sicherheitsgrundsätze.
Siyahs Starre Enden an den Wurfarmen vieler asiatischer Reiterbogen, die als "static recurves" wirken, da sie in Schussrichtung abgewinkelt sind, aber sich nicht mit biegen
Skandinavische Wertung Wertungsart vornehmlich auf 3D Turnieren. Die Zählweise sorgt dafür, das ein nachfolgender Pfeil immer weniger Punkte bringt, als der vorangegangene, wenn dieser getroffen hat. Da nur der beste Pfeil gewertet wird, braucht also bei einem Treffer nicht weiter geschossen werden. Beispiel: Pfeil 1: Kill 20, Körper 17 - Pfeil 2: Kill 14, Körper 11 - Pfeil 3: Kill 8, Körper 5.
Slip Dehnungsart einer Sehne, vgl. Stretch oder Creep. Nicht umkehrbarer Verlängerungsprozess der Sehne. Slip entsteht ab dem ersten Belasten einer Sehne, indem a) sich die einzelnen Stränge neu anordnen und in ihre Endposition rutschen und b) sich das Material streckt. Nach dem Einschießen (etwa 50 - 100 Schuss) in der Regel abgeschlossen. Starker oder länger andauernder Slip kann ein Hinweis auf eine schlecht oder falsch gefertigte Sehne sein. Flämische Sehnen zeigen meist etwas mehr Slip als Endlossehnen. Starkem Slip beim ersten Schießen kann man entgegenwirken, indem die Sehne nach der Herstellung einige Zeit mit einem Gewicht belastet. 24 Stunden mit ca. 50 kg sind gebräuchlich, weniger und kürzer geht meist auch.
Snakebow siehe Schalngenbogen
Snap(on)-Nock Pfeilnock, die in die Sehne einrastet
Spannhöhe Abstand der Sehne bis zur tiefsten Stelle des Griffes. Jeder Hersteller gibt für seine Bogen eine bestimmte Spannhöhe vor
Spannkerbe Kerbe am Wurfarmende oberhalb der Sehnenkerben, zum Einhängen einer Spannschnur. Nur bei Langbogen.
Spannschnur auch als Spannleine oder Spannriemen bezeichnet. Hilfsmittel, um den Bogen zu spannen und in einen schußbereiten Zustand zu versetzen. Dabei gibt es zwei grundsätzliche Systeme: 1. Eine Spannschnur, die an den Enden Schlaufen hat. Diese erfordert am Bogen, zumindest an einem Wurfarm, (eine) separate Spannkerbe(n) oberhalb der Sehnenkerben. Dieses System funktioniert nur bei Langbogen. 2. Eine Spannschnur, die an den Enden Leder- oder Kunststoff-"Haube" hat, in die die Bogenenden eingeschoben werden. Diese erfordert eine gewisse Länge des Wurfarmendes oberhalb der Sehnenkerben. Letztere ist für Recurves erforderlich, kann aber auch für Langbogen verwendet werden.
Spine oder auch Spinewert, gibt den Durchbiegewert des Pfeilschaftes an. Der Spinewert steht im Verhältnis zur Auszugsstärke des Bogens und der jeweiligen Auszugslänge des Schützen. Dieser Wert wird gemessen, indem man ein Gewicht von 2 lbs (1 lb = 0,453 kg) auf die Mitte des Schaf- tes legt, die Auflagepunkte sind 28 Zoll voneinander entfernt und dann die dadurch ent- stehende Durchbiegung mißt. Die Angabe erfolgt (für Holzschäfte) in der Regel in lbs (#), analog zum Zug- gewicht. Da der erforderliche Spinewert aber von vielen Faktoren abhängig ist (Pfeillänge, Spitzengewicht, Auszuglänge, Abstand der Pfeilanlage von der Mittellinie etc.) dient diese Angabe nur als Orientierungswert. Bei Aluminiumschäften wird der Spinewert anhand der vierstelligen Zahl, die die Schaftstärke beschreibt, anhand von herstellerspezifischen Tabellen ermittelt. Bei Carbon- schäften sind ebenfalls die Herstellerangaben zu Rate zu ziehen.
Spinetester Gerät zu Messung der Pfeilsteifigkeit. Es gibt Modelle mit mechanischer oder digitaler Meßuhr und solche mit einem Zeiger nach dem Prinzip einer Wippe.
Spinne auch als V-Bar bezeichnet. V-förmiges Gerät, das an der Vorderseite des Bogens angeschraubt wird und zur Aufnahme der Seitenstabilisatoren und des Monostabilisators dient.
Spitzentaper Konische Anspitzung von Holzschäften zum Aufsetzen konisch gebohrter Spitzen.
Spleissen Bei der Sehnenherstellung das Ineinanderdrehen (Verdrillen) einzelner Fasern, z.B. zum Herstellen eines knotenfreien Sehnenöhrchens. Wird im Pfeil- und Bogenbau auch abgeleitet vom engl. "splicing" als Begriff für das das Zusammensetzen aus mehreren (i.d.R 2) Stücken verwendet (für Bogen, Schäfte oder Federn), obwohl die korrekten Begriffe (Schäften, Stoßen, Fügen, etc.) eigentlich korrekter wären.
Spleissrohr Schräg abgeschnittenes Rohr zum präzisen Abschrägen von Pfeilschäften für Diagonalverkle- bungen nach Bruch eines Holzschaftes.
Splintholz Äußerer Bereich eines Baumstamms, der oft heller gefärbt ist, und ein elastischeres, aber weniger druckfestes Holz hat, als der innere Kernholz- Bereich.
Split Vision Sinngemäß: geteilte Sicht. Variante des Schießens ohne Zielvorrichtungen, bei der neben dem Zielpunkt auch die Pfeilspitze (oder eine bestimmte Stelle am Bogen) optisch erfasst und als Zielhilfe in ein bestimmtes Verhältnis zueinander gebracht werden.
Stabilisator Stange mit angebrachten Gewichten, die an das Mittelteil des Bogens montiert wird. Dies dient zum Einen der Stabilisation des Bogens, d.h. der Bogen wird in der Hand ruhiger und um die beim Abschuß auftretenden Drehmomente soweit zu verzögern, daß der Pfeil ungehindert am Bogen vorbeikommt und somit der Pfeilflug stabiler wird. Außerdem nimmt der Stabilisator die Virbrationen des Bogens beim Abschuss auf,  dadurch kann die Lebensdauer eines Bogens verlängert werden.
Insgesamt wird der Bogen natürlich schwerer, dies dient der Verlagerung des Bogenschwerpunk- tes nach vorne und somit auch der Bogendrehung (nach vorne) nach dem Abschuss des Pfeils.
Es kommen unterschiedliche Materialen, Gewichte und Längen (je nach Einsatzgebiet) zur An- wendung.
Stacking Überproportional starke Zunahme des Zuggewichts im Endbereich des Bogenauszugs.
Standhöhe engl. Brace Height = Spannhöhe, Sehnenstand. Abstand der Sehne bis zur Vorderkante des Bogens, bei manchen Herstellern auch bis zur tiefsten Stelle auf der Innenseite des Griffs. Jeder Hersteller gibt für seine Bogen eine bestimmte Standhöhe vor. Bei Vollholzbogen sollte die Stand- höhe (ab Griffinnenseite) 16 cm nicht überschreiten, es sei denn, der Bogen ist stark deflex. Auch eine zu geringe Standhöhe ist schädlich. Einerseits würden die Pfeilfedern beim Einnocken auf der Pfeilauflage liegen und dann beim Ausziehen gespreizt, andererseits würde die Sehne beim Schuss an die Bogenhand schlagen.
Stave siehe auch Bogenholz.  Ein Teilstück eines Baumstammes in einer Dimension, die zum Bau eines Bogens benötigt wird. Ein Stave für den Bogenbau sollte immer durch Spalten, nicht durch Auf- sägen entstanden sein, weil nur so der Faserverlauf zu erkennen ist.
Stramit Scheibenmaterial. Besteht aus hochverpresstem Stroh. Witterungsbeständig, ökologisch, mittlere Preisklasse, relativ schwer.
Strangzahl Anzahl der einzelnen Fadenstränge in einer Bogensehne. Abhängig vom Sehnenmaterial, Zugge- wicht und Bogentyp. Für das weit verbreitete "Brownell B 50" z.B. kann man als Faustformel nehmen: 20 - 30 # : 10 Stränge, 30 - 45 # : 12 Stränge, 45 - 60 # : 14 Stränge, 60 - 80 # : 16 Stränge, 80 - 100# : 18 Stränge, über 100# : 20 Stränge.
Stretch Dehnungsart einer Sehne, siehe Slip oder Creep. Dies ist die elastische, also nach dem Schuss wieder zurück gegangene Längenänderung der Sehne, ähnlich einem Gummiband. Viel Stretch er- gibt eine gutmütige, leise Sehne, die stark dämpft, wenig Stretch ergibt eine schnelle, harte, ge- legentlich auch laute Sehne. Z.T. beeinflussbar durch die Art der Sehne: Eine in Länge, Material und Strangzahl gleiche Endlossehne hat, bedingt durch ihren meist lineareren Strangverlauf, wen- iger Stretch als eine flämische Sehne. Starkes Eindrehen der Sehne führt zu etwas mehr Stretch. Außerdem stark materialabhängig. Dacron hat z.B. mehr Stretch als FastFlight, und ist daher schonender für den Bogen, weil Belastungsspitzen abgefedert und weniger Vibrationen übertragen werden.
String engl. Schnur; im Bogensport: Sehne
Stringfollow Nach dem Abspannen des Bogens geht der Bogen nicht in die gerade Form zurück, sondern bleibt zu einem Teil gekrümmt. Bei reinen Holzbogen normal sog. Set, also Setzen des Holzes, was in einem begrenzten Maße unvermeidlich ist. Zuviel Stringfollow vermindert aber die Leistungsfähigkeit des Bogens. Durch Überlastung, falsche Aufspanntechnik, Schießen im überhitzten Zustand etc. kann aber Stringfollow über das normale Set hinaus verursacht werden.
Stringseperator siehe Sehenteiler
Stringwalking engl. Sehnenwandern, wird auch als Abgreifen bezeichnet, siehe dort.
Stump-Shooting engl. Baumstumpf-Schießen; siehe auch  Roving.
Swingdraw Auszugmethode die vornehmlich beim instinktiven Schießen gebräuchlich ist. Der Schütze fixiert das Ziel und bringt den Bogen mit ausgestrecktem Bogenarm nach 'oben'. Gleichzeitig zieht er den Bogen aus. Idealerweise erreichen beide Arme gleichzeitig ihre End- und somit Löseposition.
Sägekordel Ein mit Hartmetall-Splittern besetzter Stahldraht, im Handel als Fließensäge erhältlich. Sehr gut geeignet, um Selfnocks einzusägen.


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T
T-Haltung
Synonym für das optimale Verhältnis von Wirbelsäule und Schultern beim Bogenschießen: gerade Wirbelsäule und beide Schultern auf gleicher Höhe. Besonders bei Bergauf- /-abschüssen ist es wichtig, den Körper in der Hüfte zu beugen, damit das T im Oberkörperbereich gerade bleibt. Anderenfalls verändert sich die Auszuglänge und damit die Höhenlage der Treffer im Verhältnis zur Visierlinie.
Tab Lederstück zum Schutz der Finger der Zughand, in unterschiedlichen Ausführungen erhätlich.
Take-Down-Bogen Bogen, der aus 2 (im Griff geteilt) oder 3 Teilen (Wurfarmen und Mittelteil) besteht und zum Transport auseinandergenommen werden kann.
Taper(ed) Verjüngung (Verringerung des Durchmessers), 1. am Pfeil zum Aufsetzen von Spitze oder Nocke, 2. die des Wurfarms zum Ende oder eines Pfeilschafts zur Spitze hin.
Tapered  eingedeutscht: "getapert". Klassifizierung für einen Pfeilschaft, der sich an einem Ende verjüngt.
Tapertool 1. Anspitzer für Holzschäfte., 2. Vorrichtung um einen Holzschaft zu tapern.
Targetpanic = Scheibenpanik. Mental begründete Beeinträchtigung bei der Zielerfassung siehe Goldfieber.
Tauchrohr in diesem Zusammenhang, lack-, beize- oder ölgefülltes Gefäß zum schnellen Färben oder Ver- siegeln von Pfeilschäften. Ein Tauchrohr sollte einen geringen Durchmesser haben, um die ent- haltene Materialmenge zu begrenzen, im oberen Bereich jedoch eine Erweiterung (Ausdehnungs- gefäß) haben, damit der Anstieg der Flüssigkeit durch Verdrängung beim Eintauchen abgefangen und Überlaufen verhindert wird, dicht verschließbar sein, und standsicher aufgestellt oder ein- gespannt werden können.
Tiller Der Tiller ist eine Größe, die ein Verhältnis der Zugspannung von unterem zu oberem Wurfarm angibt. Form der Biegung der Wurfarme bzw. bei industriell gefertigten Bogen, Abstand von Wurfarmtaschen zur Sehne. Der obere Abstand sollte ca. 7 – 12mm (je nach Recurve-Bogen) größer sein als der untere Abstand. Damit wird die Vor- biegung der Wurfarme beeinflusst, um die obere und untere Wurfenergie (E1 = E2) anpassen zu können.
Tillern Arbeitsschritt der Bogenherstellung, bei dem der Bogen langsam mehr und mehr ausgezogen wird. Dabei wird laufend die Biegung kontrolliert und ggf. korrigiert. Bei Recurvebögen wird der untere Bogenarm getillert (siehe Pivotpunkt); oft werden auch beide Bogenarme getillert um das Spanngewicht zu erhöhen.
Tillersehne Zugfeste und dehnungsarme, aber preiswerte Schnur, die anstelle hochwertigen Sehnengarns als Sehne beim  Tillern verwendet wird, zum Beispiel geflochtene Polyesterschnur aus dem Baumarkt mit (je nach beabsichtigtem Zuggewicht) 3 - 4 mm Durchmesser. Ein Ende kann mit einer Schlaufe versehen werden, das andere Ende wird mit einem variablen (also leicht zu lösendem) Knoten befestigt. Die Tillersehne sollte ungewachst bleiben, da sie ja mit noch unbehandeltem Holz in Kontakt kommt. Wichtig beim Tillern ist, die Tillersehne stufenweise zu verkürzen.
Tillerstock Hilfsmittel zum Tillern von Bogen. Brett oder Latte, in der an einem Ende eine große, über die Länge viele kleine Kerben sind. Wird senkrecht eingespannt oder an einer Tillerwand befestigt. Oben wird der Bogen mit Sehne eingelegt. Nun kann man die Sehne um ein bestimmtes Maß ziehen, in die kleinen Kerben einhängen, und zurücktreten, um die Biegung zu betrachten.
Tillerwand(-brett) auch Tillerbrett, engl. tillerboard. Hilfsmittel beim Tillern. Ca. 2 m breite, 1 m hohe Fläche, vor der mittig der Tillerstock befestigt wird. Auf der Fläche sind horizontale Linien oder ein Raster. Die Linien helfen bei der Beurteilung, ob die Wurfarme gleichmäßig biegen.
Tips Enden der Wurfarme, die hier etwas steifer gearbeitet sind, (oft auch durch Overlays verstärkt), so dass sie nicht mit biegen, und dadurch einen ansatzweisen Static-Recurve-Effekt bewirken.
Tough Timber Markenbezeichnung für Pfeilschäfte, die aus schichtverleimtem Holz mit Hartholzlagen (in ver- schiedenen Holzarten angeboten) gefertigt werden. Nach Herstellerangabe sind die Schäfte da- durch (im Vergleich zu Vollholz) steifer (damit dünner), haltbarer und gerader; aber auch teurer.
Traditionelles Bogenschießenen Bogenschießen ohne Verwendung von Zieleinrichtungen oder Compoundbogen.
Trockenschuss Loslassen der Sehne, ohne daß ein Pfeil abgeschossen wird (kann die Zerstörung des Bogens und Verletzungen des Schützen zur Folge haben).
Tuning Feinabstimmung des verwendeten Materials zur optimalen Ausnutzung ihres Potentials. Wird weiter unterteilt in Bogen- und in Pfeiltuning.


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U
Ullr
Jagdgott der Germanen, Schutzpatron der Bogenschützen.
Untergriff Die Sehne wird mit 3 Fingern unterhalb des Pfeils gegriffen. Erfordert einen aufgeklemmten Nock- punkt und Klemmnocken, damit der Pfeil beim Auszug nicht verruscht oder abfällt.Achtung: Beim  Untergreifen, muss mindestens ein Finger die Pfeilnocke berühren. Für traditionelles Schießen unüblich.
U-Serve Das U-Serve ist ein Werkzeugsatz, mit dem erstens ein Peep-Sight in die Sehne eingesetzt wird und zweitens eine Mittelwicklung auf eine Compoundsehne aufgebracht werden kann. Gibt es im Fachhandel zu kaufen.


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V
V-Bar siehe Spinne
Visier Technische Zielhilfe im FITA - Bereich. 
Volle Länge Klassifizierung für Federn. Hierbei handelt es sich nicht um zugeschnittene, sondern lediglich ge- reinigte/ggf. gefärbte/gespaltene/geschliffene/ Federn. Meist bekommt man 2 Pfeilfedern aus einer der vollen Länge.
Vorbauvisier Visier, das nicht unmittelbar am Bogen, sondern auf einem Ausleger montiert ist. Dadurch wird der Abstand vom Auge zum Visier verlängert. 
Vorschaft (Hart-)Holzstab, der vorne an den Pfeil gespleisst wird. Bei Holzschäften zur Erhöhung der Bruchfestigkeit.


W
Warmziehen auch Warmmachen, selten Aufpumpen. Unerlässliche Vorbereitung des Schießens mit einem Holzbogen. Das Warmziehen hat NICHTS mit Temperatur zu tun, sondern dienst dazu, die Holzfasern in die gebrauchsfähige Dehnung (Rücken) bzw. Stauchung (Bauchseite) zu bringen. Holz hat die Eigenschaft, sich unter Biegebelastung anzupassen. Die unter Zug stehende Rückenseite dehnt sich, die Bauchseite staucht zusammen. Daher ist ein Holzbogen nach Ge- brauch auch etwas krummer als im Ausgangszustand. Nach Gebrauch und Abspannen geht diese Anpassung wieder zum Teil zurück. Das Warmziehen dient nun dazu, die Fasern wieder in den Gebrauchszustand zu bringen. Dies muss behutsam geschehen, und zwar um so langsamer, je kälter es ist.
Faustregel: Je nach Lufttemperatur 5 - 10 mal bist 1/3 Auszug, 5 - 10 mal bis 2/3 Auszug, 5 mal bis Vollauszug. Das Ziehen muss langsam geschehen, und die Sehne muss ebenso langsam wieder zurück geführt werden. Danach kann der Bogen geschossen werden. Durch das Warm- ziehen erhalten die Fasern die Gelegenheit, sich angemessen langsam anzupassen. Die Gefahr von Bogenbruch durch Faserriss (am Rücken) und Kompressionsbrüchen (auf der Bauchseite) wird so deutlich reduziert.
Wickelgerät Hilfsmittel zum schnellen Erstellen gleichmäßiger Mittel- und Öhrchenwicklungen auf der Sehne, indem es den Faden in einer konstanten Spannung hält und durch eine Führungsnut das Über- lagern der Windungen und das Herunterfallen der Spule verhindert.
Wikinger-Bogen Historischer Langbogentyp aus Ulme oder Eibe, mit auffällig langen und deflex gebogenen Enden oberhalb der Sehnenkerbe, die meist nur einseitig angebracht war.
Wurfarm engl. Limb. Oberer und unterer Teil des Bogens, der durch Biegung den Hauptanteil des Spannungsaufbaus leistet.


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Y
Yard
engl. Längenmaß. 1 yd = 0,91440 m = 3 feet = 36 inch
Yumi japanischer Langbogen, ursprünglich Kriegs- und Jagdwaffe. Traditionell aus laminiertem Bambus gefertigt, heute für Anfänger auch aus Holzlaminat belegt mit Glas- oder Carbonfaser, die zwar robuster, schiesstechnisch dem Bambus aber unterlegen (!) ist. Charakteristisch ist die asym- metrische Form mit deutlich reflexen Wurfarmen im ungefähren Verhältnis 2/3 über und 1/3 unter dem Griff. 


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Z
Zeder Beliebtestes Holz für Pfeilschäfte. Was im Handel allerdings als "Zeder" bezeichnet wird, ist botanisch keine echte Zeder, sondern meist die Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana).
Zen-Atmung Die Zen-Atmung ist mit keiner andern vergleichbar. Sie zielt in erster Linie darauf, einen langsamen, kraftvollen und natürlichen Rhythmus zu schaffen. Wenn man sich auf ein ge- schmeidiges, langes und tiefes Ausatmen konzentriert und die Aufmerksamkeit auf die Haltung lenkt, geschieht das Einatmen auf ganz natürliche Weise. Die Luft wird langsam und leise aus- gestoßen, während der durch das Ausatmen hervorgerufene Druck kraftvoll in den Bauch hin- absteigt. Die Zen-Meister vergleichen die Zen-Atmung mit dem Muhen einer Kuh oder dem Ausatmen eines Babys, das gleich nach der Geburt schreit.
Stell dir deinen Unterbauch wie einen Luftballon vor... wenn die Luft einströmt dehnt er sich aus, und wenn sie wieder ausströmt wird der Ballon wieder kleiner. Beim Bauch dasselbe: Beim Einatmen dehnt sich der Unterbauch ganz leicht nach außen – beim Ausatmen bewegt sich der Unterbauch wieder in Richtung Wirbelsäule zurück. Atme dabei ganz normal und natürlich – und nicht irgendwie besonders vertieft, denn es soll bewusst keine Yoga- oder sonst wie geartete Atemübung sein. Der Zweck dieser Übung ist das Zentrieren in der Gegenwart, im Hier und Jetzt. Denn wenn du den Atem aufmerksam beobachtest, befindest du dich garantiert in der Gegen- wart, weil die Atmung nämlich immer gegenwärtig ist. Du kannst nur jetzt atmen, nicht gerstern und nicht morgen sondern nur jetzt,  in diesem Augenblick.
Zen-Bogenschießen ist eine weit verbreitete, aber sachlich nicht ganz richtige Bezeichnung für Kyudo.
Ziehklinge Werkzeug für die Holzbearbeitung. Eigentlich nur ein Stück hochwertiges Stahlblech. Durch eine nicht ganz einfache Aufbereitung der Kante entsteht ein Grad, der sich bei richtiger Anwendung sehr kontrolliert und fein zum Abschaben geringer Holzschichten verwenden lässt. Unverzichtbar zum Tillern von Bogen.
Ziehmesser = Zugmesser,  Werkzeug für die Holzbearbeitung. Eine gerade, leicht gekrümmte oder gewölbte Klinge mit einem gerade oder abgewinkelt angesetzten Griff an jeder Seite. Von einem eingespannten Holzstab lassen sich damit relativ kontrolliert lange Späne abziehen.
Zielauge Das Auge, das beim Sehen die Führung übernimmt; es sollte den Bogenarm bestimmen, siehe dominantes Auge.
Zielpunkt Bewusst ausgesuchter Punkt, auf den die Pfeilspitze gerichtet oder beim instinktiven Schießen der Blick fokussiert wird; siehe auch Nullpunkt.
Zoll Siehe Inch
Zuggewicht Beim Spannen des Bogens zu überwindende Kraft. Die Vereinigung der Bogenhersteller (AMO) hat sich darauf geeinigt, das Bogenzuggewicht auf eine StandardAuszugslänge von 28 Zoll (gemessen von Bogenvorderkante bis zur Nockkerbe) bzw. 26 1/4 Zoll (gemessen an der tiefsten Stelle des Griffes bis zur Nockkerbe) zu beziehen. Bei einer längeren Auszugslänge erhöht sich das Bogenzuggewicht. Bei einer kürzen Auszugslänge verringert sich das auf dem Bogen angegebene Zuggewicht.
Zughand Die Hand, mit der die Sehne gezogen wird.
Zugwaage Siehe Bogenwaage.
Zupfen Die Zughand wird unmittelbar vor dem Lösen noch ein Stück nach hinten gezogen, auch wenn vorher ruhig geankert wurde. Führt zum Verreißen, mindestens zu einer Streuung in der Höhenlage der Treffer.


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